Holographie

In Farbe und Echtzeit

11. Dezember 2019, 13:30 Uhr   |  Anja Zierler

In Farbe und Echtzeit
© Wammes und Partner

Wammes und Partner präsentiert holographische Lösungen in Echtzeit und Farbe für elektronische Displays.

Mit einer von Wammes und Partner entwickelten Technologie lassen sich holographische Darstellungen in elektronischen Anzeigen implementieren – in Echtzeit, Farbe und hoher Auflösung. Auch bereits existierende volumetrische Daten lassen sich so holographisch darstellen.

Die Technologie erlaubt beispielsweise bei einer virtuellen Bildgröße von 1 x 0,75 m ein Virtual Observer Window (VoW) von etwa 45° in alle Richtungen und nutzt dabei 0,5 mm Hogels (holographisch-optisches Element). Mit einer resultierenden direktionalen Auflösung von zum Beispiel 128 rays/Hogel und 60 Frames pro Sekunde arbeitet die Anzeige damit in Echtzeit. Ein Muster-Display von Wammes und Partner berechnet bei einer physikalischen Basisgröße von 36 x 25 x 10 cm rund 45 Millionen Lichtstrahlen pro Sekunde und stellt damit beispielsweise echte dreidimensionale medizinische Computertomographiedaten dar.

Geschäftsführer Klaus Wammes betont, es gehe ihm nicht um ein fertiges holographisches Display. »Wir bieten kein fertiges Produkt, das aus einem Katalog nach Seriennummer bestellt werden kann. Wir bieten die hochkomplexe Technologie, das Know-how, die Möglichkeit, um solche oder vergleichbare technische Lösungen realisieren zu können.« Denn: Das System ist nach einem Baukastenprinzip übergreifend für alle Anwendungen und Hersteller einsetzbar. Diese müssen allerdings in der Lage sein, in Abhängigkeit vom Aufwand, Schnittstellen oder technischen Anforderungen, ihre eigenen Apparate herzustellen.

Dennoch ist Holographie spätestens jetzt keine Zukunftsvision mehr, sondern wird zunehmend für die Breite nutzbar. Wammes nennt das Beispiel Big Data: Datenmengen sind inzwischen zu groß, um sie einfach und schnell zu prüfen, geschweige denn validieren zu können. Holographie schafft hier einen neuen Ansatz. Enorme Datenmengen können damit in volumetrischen Gebilden visualisiert und je nach Darstellungsform sehr schnell plausibilisiert oder validiert werden. Nach Angaben des Experten sind die ersten Anwendungsszenarien in der Medizin und der Geodäsie geplant.

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