Investition von 16 Mio. Euro

Spatenstich bei Ziehl-Abegg in Kupferzell

07. Juli 2020, 10:35 Uhr   |  Corinna Puhlmann-Hespen

Spatenstich bei Ziehl-Abegg in Kupferzell
© Ziehl-Abegg

Spatenstich für den Neubau von Ziehl-Abegg in Kupferzell

Ziehl-Abegg investiert antizyklisch: »In der weltweiten Wirtschaftskrise 2008 sind wir 17 Prozent im Umsatz gesunken und haben im Folgejahr mehr als 20 Prozent zugelegt«, sagt Vorstands-Vorsitzender Peter Fenkl. Jetzt will man die Weichen für nach Corona stellen.

Ziehl-Abegg SE investiert 16 Mio. Euro in die Erweiterung der Produktion in Kupferzell, Baden-Württemberg. »Die Weltmärkte werden auch in Zukunft qualitativ hochwertige Elektromotoren und Ventilatoren benötigen«, betont Peter Fenkl. 

Wegen der Corona-Krise liegt der Umsatz bei Ziehl-Abegg aktuell leicht unter dem Vorjahr. »Ein branchenweit überdurchschnittliches Umsatzplus von 8,6 Prozent im Jahr 2019 ist allerdings eine solide Basis«, sagt der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg SE. In diesem Jahr komme dem Hohenloher Unternehmen auch die große Bandbreite an Anwendung zugute, in denen Produkte des Unternehmens zu finden sind. Besonders der Geschäftsbereich Antriebstechnik mit Elektromotoren für Aufzüge erlebe im laufenden Jahr beim Auftragseingang ein Allzeithoch.

Zusätzliche Nutzfläche von 8.400 Quadratmeter

Der Neubau in Kupferzell wird Produktionsfläche von zusätzlich ca. 8400 qm für die Produktion energieeffizienter Elektromotoren bereitstellen, der Kernkompetenz des Unternehmens. Gleichzeitig ist Ziehl-Abegg Technologieführer beim bionischen Design von Ventilatoren. Weil viele aerodynamisch optimierte Geometrien in Stahl oder Aluminium allerdings nicht umsetzbar sind, wird der Kunststoffbereich ausgebaut. »Wir benötigen unbedingt mehr Raum für weitere Kunststoffspritzmaschinen«, erklärt Peter Fenkl.

Des Weiteren bietet der Neubau die Möglichkeit, die derzeitige Beschäftigtenzahl bei Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe von gut 800 auf über 1.000 Mitarbeiter zu erhöhen.

Aber auch weltweit baut das Unternehmen seine Fertigungen aus oder optimiert bestehende Anlagen,  sowohl in Schöntal-Bieringen, wo der Aluminiumguss angesiedelt ist, als auch an den Standorten in Amerika und Asien. »Gerade Corona hat gezeigt, dass wir und unsere Kunden lange Lieferwege genau betrachten müssen«, sagt der Vorstands-Chef.

Digitalgeschäft forcieren

Ein wichtiger Schritt für die Zukunft für Ziehl-Abegg ist es, das Digitalgeschäft zu forcieren. Die Motoren und Ventilatoren sind optimiert für Industrie 4.0 und lassen sich via Ethernet oder Bluetooth in Netzwerke einbinden sowie intelligent steuern. Den Trend zur Vernetzung treibt das Unternehmen mit einer eigenen Cloud-Lösung voran. »Wir haben uns dazu einen sehr erfahrenen und innovativen Partner gesucht«, unterstreicht Peter Fenkl die Partnerschaft mit der Telekom. »Die Kundenreaktionen zeigen, dass wir damit den Nerv der Zeit getroffen haben.«

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