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Stromsparende Prozessoren sollen ADAS voranbringen

23. Januar 2020, 13:56 Uhr   |  Hagen Lang

Stromsparende Prozessoren sollen ADAS voranbringen
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Neue stromsparende Jacinto-7-Prozessoren von TI mit integrierten Beschleunigern und Functional-Safety-Features sowie einer vereinheitlichten Softwareplattform sollen den Durchbruch bei der Verbreitung von ADAS- und Gateway-Technologie im Kfz-Bereich bringen.

Die neue Jacinto-Prozessorplattform von Texas Instruments verfügt über erweiterte Deep-Learning-Fähigkeiten und Vernetzungs-Features, die auf die Design-Anforderungen bei Fahrassistenzsystemen (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS) und Automotive-Gateway-Anwendungen zugeschnitten sind.

Die beiden ersten Automotive-Bausteine der Plattform, die TDA4VM-Prozessoren für Fahrassistenzsysteme und die DRA829V-Prozessoren für Gatewaysysteme, enthalten spezielle chipintegrierte Beschleuniger zur Segmentierung und schnelleren Ausführung datenintensiver Aufgaben wie Bildverarbeitung und Deep Learning. Sie besitzen einen Functional-Safety-Mikrocontroller, sodass OEMs (Original Equipment Manufacturers) und Tier-1-Zulieferer mit einem einzigen Chip sicherheitskritische, gemäß ASIL-D zu zertifizierende Aufgaben sowie Komfortfunktionen unterstützen können. Beide Bausteine nutzen dieselbe Softwareplattform.

ADAS generieren enorme Datenmengen aus Kamera-, Radar- und Lidar-Modulen. Die neuen TI-Prozessoren bewältigen anspruchsvolle ADAS-Operationen mit nur 5 bis 20 Watt Leistungsaufnahme, sodass sie ohne aktive Kühlung auskommen.

Die TDA4VM-Prozessoren unterstützen 8-MP-Kameras sowie gleichzeitig vier bis sechs 3-MP-Kameras und können gleichzeitig die Signale weiterer Sensorarten wie etwa Radar, Lidar oder Ultraschall auf einem Chip verarbeiten. Dank dieser Multilevel-Fähigkeit kann der TDA4VM als zentraler Prozessor für Fahrassistenzsysteme dienen und bringt die Features für automatisches Einparken mit. Dazu gehören die Rundumsicht und die Bildverarbeitung für Displays.

Der DRA829V-Prozessor ist für die mit großen Datenmengen konfrontierten Automotive-Gateways optimiert. Als erster Prozessor industrieweit verfügt er über einen integrierten PCIe-Switch und enthält einen TSN-fähigen Gigabit-Ethernet-Switch mit acht Ports. Er unterstützt sicherheitskritische ASIL-D-Operationen sowie nicht sicherheitskritischen Aufgaben. Die erhöhte chipinterne Bandbreite ermöglicht Entwicklern dynamischere Updates und Upgrades.

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