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Deutsche Lichtmiete: »Das Lichtmietkonzept ist eine Triple-Win-Situation«

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Lichtmiete - auch für Privathaushalte? Oder für andere Länder?

Bislang adressieren Sie in erster Linie Industriekunden. Ist eine Ausweitung auf andere Branchen in Sicht? Wie sieht es mit kleineren Bürogebäuden aus? Oder gar mit Privathaushalten?
Ein Mietkonzept für Privathaushalte wird es über uns nicht geben. Wir wollen uns auf das konzentrieren, was wir gut beherrschen – und das ist die Umrüstung von Industrieunternehmen. Aber natürlich stehen unsere Mietleuchten auch für kleinere Betriebe und Gewerbetreibende zur Verfügung. Dazu kooperieren wir mit qualifizierten Elektroinstallationsfirmen. Hier sieht das Vertriebskonzept etwas anders aus als bei den größeren Industriekunden. Als Partner der Deutschen Lichtmiete erhalten Elektrofachbetriebe für jeden neuen Auftrag eine Provision. Ein weiterer Pluspunkt für sie: Das Gewährleistungsrisiko für die Produkte liegt vollständig bei der Deutschen Lichtmiete. Sollte dennoch eine Leuchte ausfallen, sorgen wir für Ersatz und vergüten dem Elektropartner natürlich den Aufwand. Auch sämtliche Folgeaufträge – zum Beispiel im Bereich der Wartung – werden von unseren Partnern ausgeführt und mit uns abgerechnet. Bereits in der Planungsphase unterstützen wir sie mit einem eigens entwickelten, digitalen Lichtplanungstool und unserem Ersparnisrechner.

Inwieweit wäre das Lichtmietkonzept auch auf andere Länder ausdehnbar? Gibt es diesbezüglich Expansionspläne?
Wir bewegen uns heute im D/A/CH-Raum und haben auch internationale Kunden, die ihre Standorte in Deutschland umrüsten. Der Markt ist riesig und wir möchten gesund wachsen. Natürlich ist eine Ausweitung unseres Mietkonzepts auch in andere Länder möglich, denn die Effizienzprobleme sind überall die gleichen. Wir planen eine gesunde Expansion in den nächsten Jahren.

Sie werben mit einer eigenen Leuchtenfertigung in Oldenburg. Wie wichtig ist den Kunden dieser Aspekt?
Für Kunden, bei denen der Nachhaltigkeitsaspekt im Vordergrund steht, spielt die Fertigung in Deutschland definitiv eine wichtige Rolle. Aber egal, wo produziert wird: Letztendlich muss die Qualität stimmen. Nur durch unsere eigene Produktion können wir das immer gewährleisten. Außerdem wollen wir die deutsche Industrie unterstützen, indem wir uns von ihr beliefern lassen. Das ist eine Frage der Haltung. Erst so schließt sich für uns der Kreis.

Wo führt Ihr Weg hin? Anders gefragt: Wo sehen Sie das Unternehmen in fünf bis zehn Jahren?
Ein wichtiger Fokus ist der Ausbau unserer Produktionskapazitäten in Oldenburg. Unsere Kunden werden immer größer und haben sehr anspruchsvolle Projekte, mit denen auch wir wachsen. Zum Beispiel spezielle Produkte mit extremer Haltbarkeit bei Hitze und Staub oder Steuerungslösungen. Die angefragten Projekte erreichen mittlerweile Dimensionen, auf die wir mit einer größeren Produktionskapazität reagieren müssen. Zudem bilden wir das komplette Mietmodell jetzt auch online ab, als erster Anbieter überhaupt. Dadurch und durch Partnernetzwerke können wir unser Wachstum exponentiell steigern und expandieren. Erklärtes Ziel ist es, größter Anbieter für Industriebeleuchtung in Deutschland zu werden. In fünf bis zehn Jahren kann da noch einiges passieren.