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Light&Building: Digitalisierung nimmt Fahrt auf

Die diesjährige Light&Building stand ganz im Zeichen der Digitalisierung. „Vernetzt – Sicher – Komfortabel“ – der Messeclaim war mehr als nur Motto, wie die Wandlung von Größen wie Philips und Osram zu IoT-Plattform-Providern zeigt.

Bild: Messe Frankfurt GmbH/ Pietro Sutera Bildquelle: © Bild: Messe Frankfurt GmbH/ Pietro Sutera

Mit etwas Verzögerung hat die Digitalisierungseuphorie auch die Beleuchtungsindustrie erfasst, wie man an der zentralen Stellung des Themas auf der Light&Building feststellen konnte. Effiziente Geräte und Hausautomationssysteme werden künftig mit Heizung, Lüftung, Solaranlage, Elektroauto und Batteriespeicher kommunizieren und Energie effizient nutzen. Mit Sensoren und Aktoren ertüchtigte Heime, Büros und Nutzbauten werden künftig „smart“ und ferngesteuert optimiert. 

Die von Philips angekündigte Namensänderung zu Signify macht den Umbau des Konzerns zu einem High-Tech-Verbund deutlich, dessen börsennotierte Beleuchtungssparte Philips Lighting nun eine »Führungsposition als Beleuchtungsunternehmen für das Internet der Dinge« beansprucht.  Neben der vernetzten Beleuchtung wie die Philips-Hue-Reihe sollen LiFi-Leuchten mit eingebautem High-Speed-Breitband-Internet das neue Zeitalter der Beleuchtung einläuten.

Philips Lighting stellte auf der Light & Building „Interact“ vor, seine IoT-Plattform für Beleuchtungssysteme, das für die Datengenerierung, Sensor- und Aktor-Steuerung sowie die Verknüpfung mit anderen IoT-Plattformen genutzt werden kann.

Die auf unterschiedliche Anwendungsorte ausgelegten Varianten werden dieses Jahr durch Interact Industry für gewerbliche Beleuchtungsanforderungen ergänzt. LiFi ist eine drahtlose Zwei-Wege-Hochgeschwindigkeits-Technologie, nur dass die Kommunikation statt durch Licht mit bis zu 30 MB/s geschieht.

Konkurrent Osram präsentierte mit Lightelligence seine eigene IoT-Plattform, die die Fokussierung auf Beleuchtungsaspekte aufgibt und sich als IoT-Plattform für sämtliche Automations-, Steuerungs- und Datenübertragungsaufgaben im Building-Bereich empfiehlt.

Lighting-Konzerne werden IoT-Anbieter, das war die Botschaft der diesjährigen Light&Building. Es bleibt abzuwarten, ob sich die damit verbundenen Umsatzerwartungen erfüllen und die IoT-Euphorie der Branche länger anhält als in der Energie- und Industrieautomationsbranche. Dort hat man bereits gelernt, dass sich die durch die Digitalisierung erwarteten Investitionen nur langsam eingestellen; als Trend bleibt sie gleichwohl erhalten.