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IoT-Helden entwickeln smarte Beleuchtung: Die erste Lampe, die mitdenkt

Wer ist der vielversprechendste europäische IoT-Techpreneur? Das wollte EBV Elektronik genau wissen und lobte beim IoT/WT Innovation World Cup 2017 den Sonderpreis „EBV IoT Hero“ aus.

Luke Roberts Bildquelle: © Luke Roberts

Das Wiener Startup Luke Roberts überzeugte mit einer revolutionären Lampentechnik.

Unter dem Motto „EBV IoT Hero“ konnten Startups und Entwickler ihre Produkte rund um das IoT in den Kategorien „Home“, „City“, „Lifestyle“, „Industrial“, „Transportation“, „Healthcare“ und „Retail“ beim Innovation World Cup einreichen. Die Jury-Mitglieder hatten bei der Entscheidungsfindung zum IoT-Hero die Qual der Wahl: Aus mehr als 940 Startups wählten sie 33 Firmen in die Endrunde. Die Luke Roberts GmbH setzte sich schließlich beim finalen Pitch auf der WT Wearable Technologies Conference Europe am 30. Januar in München durch und durfte das Preisgeld von 10.000 Euro in Empfang nehmen. »Wir sind sehr glücklich, uns gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt zu haben. Die Bestätigung, die wir für unsere smarte Leuchte dadurch erhalten haben, ist eine große Motivation für das gesamte Team«, freut sich Robert Kopka, Founder & Managing Director von Luke Roberts. Gemeinsam mit Lukas Pilat hat er das Unternehmen gegründet. Gemeinsam haben sich beide auch im Firmennamen verewigt.

Markt & Technik Bildquelle: © Markt & Technik

Die Gründer von Luke Roberts: Lukas Pilat (links) and Robert Kopka

»Wir wollen Licht dynamisch machen«
Viele Geräte wurden smarter, nur beim Licht blieb alles mehr oder weniger beim Alten. Obwohl jeder Raum beleuchtet wird und Licht erwiesenermaßen einen starken Einfluss auf die Stimmung von Menschen hat, kann man die meisten Leuchten nur ein- und ausschalten. »Wir wollen genau das ändern und Licht dynamisch machen. Wir wollen, dass sich Beleuchtung an uns anpasst und die Räume nach unseren persönlichen Präferenzen ausgeleuchtet sind. Daher haben wir Luke Roberts gegründet«, fasst Kopka die Motivation hinter dem Startup zusammen.

Das gesamte Team hat die letzten Jahre damit verbracht, die neuartige Technologie der Lichtsteuerung zu entwickeln: »Unsere Design-Leuchten sind die weltweit ersten Leuchten, mit denen man das Licht dort platzieren kann, wo man es wirklich braucht, ohne die Leuchte physisch zu bewegen«, beschreibt Kopka. Die innovative „Paint Your Light”-Technologie ermöglicht, durch einfache Malgesten auf einem Smartphone gewisse Bereiche eines Raumes mehr oder weniger auszuleuchten. Mit einer Smartphone-App, die sich über eine drahtlose Bluetooth-Low-Energy-Verbindung mit der Lampe verbindet, können direkte und indirekte Beleuchtung unabhängig voneinander gesteuert oder miteinander kombiniert werden. Außerdem lernt die Leuchte mit Hilfe entsprechender Algorithmen aus dem Nutzungsverhalten ihrer User, um beim Einschalten automatisch die beste Lichtszene zu wählen. Über 16 Millionen Farben schaffen eine behagliche Atmosphäre mit blendfreier indirekter Beleuchtung. Abstimmbares Weiß von 2700 K bis 4000 K liefert bis zu 3000 Lumen Downlight und bis zu 1200 Lumen, wenn die Lampe als Uplight verwendet wird.

Luke Roberts Bildquelle: © Luke Roberts

Die Auswahlkriterien für den IoT Hero waren anspruchsvoll: Innovationsgrad, Time-to-Market und kommerzielles Potenzial, technologische Machbarkeit, Marketingansatz und geforderte Investitionen. Schließlich ging es nicht nur um viel Geld, sondern auch um viel Aufmerksamkeit für die Startups. Den Ausschlag zugunsten von Luke Roberts gab nach Auskunft von Markus Vogt, Vertical Segment Director Healthcare & Wearables von EBV Elektronik, schließlich das Gesamtkonzept, die Marktreife des Produkts und die gute Zusammenarbeit zwischen Luke Roberts und EBV. Der Distributor unterstützt Luke Roberts in vielerlei Hinsicht: Ein großer Teil der in der Leuchte verwendeten Bauteile kommt von EBV. Aber der Support beschränkt sich nicht auf die Bauteilebeschaffung, wie Vogts berichtet: »Wir geben auch weiterführende Unterstützung in Form von technischem Support durch unseren Lighting-Spezialisten Heiko Reis und auf der kommerziellen Seite steht Account Manager Maros Arh dem Startup mit Rat zur Seite.«