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Osrams Abschied vom Leuchtengeschäft: 1600 Menschen betroffen

Osram will sich von einem traditionellen Standbein mit weltweit 1600 Mitarbeitern trennen: Der Vorstand will das Geschäft mit herkömmlicher Beleuchtung verkaufen - das beinhaltet unter anderem Büro- und Fabriklampen, Straßenbeleuchtung und Flutlicht für Stadien und Sportanlagen.

Osram, Berlin Bildquelle: © Paul Zinken/dpa

Der Vorstand will nun Gespräche mit Interessenten führen, wie Vorstandschef Olaf Berlien mitteilte. »Wir werden künftig einen noch stärkeren Fokus auf wachstumsstarke Zukunftsgeschäfte haben.« Damit gemeint sind im wesentlichen High Tech-LEDs, optische Sensoren und andere technisch aufwendige Produkte.

Das größte Werk des nun zum Verkauf stehenden traditionellen Leuchtengeschäfts mit 800 Mitarbeitern steht im der oberbayerischen Kleinstadt Traunreut. Die Sparte kämpft schon längere Zeit mit Schwierigkeiten. Besonders schwierig war der Markt in den USA. Bereits seit längerem beschlossene Sache ist der Verkauf des dortigen Servicegeschäfts.

Die Beleuchtungsbranche ist seit Jahren in rapidem Strukturwandel: Gründe dafür sind der technische Fortschritt und die Umstellung von Neonröhre und Glühbirne auf LED, sowie der Marktanteilsgewinn von chinesischen Konkurrenten im Massenmarkt für Haushaltsbeleuchtung. Berlien will das einst zum Siemens-Konzern gehörende Traditionsunternehmen deshalb in eine High-Tech-Schmiede umbauen. In diesem Jahr kämpft Osram allerdings mit sinkender Nachfrage aus der Autoindustrie. Der Vorstand hatte die Börse mit zwei Gewinnwarnungen in Folge erschreckt. Am Mittwoch will Berlien die Halbjahreszahlen vorlegen.