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Smart City: IoT, moderne Beleuchtung und E-Mobilität in der vernetzten Stadt

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Bis zu 200 Touch-Controller-Parameter sind beeinflussbar

Dies können vielfältige Faktoren sein – egal ob mechanischer oder elektrischer Art. So können z.B. ein veränderter Abstand zwischen Display und Rahmen, das Material des Rahmens, die Dicke des Deckglases oder elektromagnetische Störungen auch das Verhalten des Controllers verändern. Durch die enge Projektbegleitung können auch sich im Projektverlauf ergebende Systemänderungen noch berücksichtigt werden.

Die Technik bleibt cool

Eine Herausforderung für das Display wie auch die Elektronik des Santino LT sind die hohen Temperaturen, wie sie im Außenbereich in der prallen Sonne schnell entstehen können. Auch dafür haben die Spezialisten aus Hamburg wirksame Lösungen gefunden. Das beginnt bei der Hardware. Kritische Bauteile mit hoher Leistungsaufnahme wie CPUs oder Arbeitsspeicher werden mit eigens bei Garz & Fricke entwickelten, individuell angepassten Kühlkörpern aus Aluminium-Spritzguss gekühlt. Zudem wurde das Display thermisch entkoppelt und leitet einen Teil der Abwärme gezielt in die Deckscheibe des Bildschirms, was erneut ein paar Grad Abkühlung bringt. Reichen diese Maßnahmen noch nicht aus, weil der Tag besonders heiß ist, liegt eine weitere Lösung auf Software-Ebene. Dann setzt das Betriebssystem die Rechengeschwindigkeit der eingebetteten Systeme gezielt herab oder dimmt das Display, wodurch weniger eigene Abwärme entsteht.

alle Bilder: Garz & Fricke Bildquelle: © alle Bilder: Garz & Fricke

Die Leuchte Pablo ist modern-kubistisch gehalten.

Beim Betriebssystem auf dem Santino LT haben die Kunden die Wahl zwischen einem eingebetteten Windows, Android oder Yocto-Linux. Meist fällt die Wahl auf das flexible und leistungsstarke Yocto. Wobei Yocto streng genommen keine eigene Linux-Distribution ist, sondern vielmehr ein Ökosystem, aus dem sich die Entwickler bedienen können. Yocto zeichnet sich vor allem durch seine standardisierte Architektur und hohe Anpassbarkeit aus. Das von Garz & Fricke speziell auf das Board und den Einsatzzweck optimierte Yocto bringt das Grafik-Framework QT mit. Die hier eingesetzte Version 5 kann QML- und teils sogar HTML-basiert programmiert werden, was die Anwendungserstellung deutlich erleichtert.

Beim schnellen und effektiven Einstieg in die Arbeit mit dem Santino LT helfen umfangreiche Informationen zur Plattform, die Garz & Fricke mitliefert. Neben einer umfangreichen Dokumentation des Produkts und der Schnittstellen gehören dazu sehr detaillierte Release-Notes. Diese listen akribisch auf, welche Änderungen es im Code des Systems gegeben hat, und verweisen vollständig auf verwendete Software-Komponenten und Lizenzen. Außerdem machen die Entwickler bei Garz & Fricke transparent, welche bereits bekannten, aber noch nicht behobenen Fehler im Code noch bestehen. Vervollständigt wird die Dokumentation mit einer Auflistung aller erfolgten Tests. Diese gesammelten Informationen sind für die Entwickler der Kunden ein hilfreiches Werkzeug und helfen bei der weiteren Zertifizierung der resultierenden Produkte, in denen die Baugruppen von Garz & Fricke integriert werden.