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Deutsche Photonik-Branche: Exportquote auf neuem Höchststand

Mit rund 72 Prozent lag die Exportquote der deutschen Photonik-Firmen im Jahr 2018 auf Rekordniveau.

SPECTARIS Bildquelle: © Spectaris

Die rund 1000 deutschen Photonik-Unternehmen erreichten im Jahr 2017 einen Umsatz von 34,8 Milliarden Euro, und vorläufigen Hochrechnungen des Spectaris-Verbandes zufolge wurde im Jahr 2018 ein Plus von sechs bis acht Prozent realisiert. 

Auch auf das laufende Jahr…

...schauen die Hersteller grundsätzlich optimistisch. Verschiedene Marktforschungsinstitute gehen in ihren Prognosen für die kommenden Jahre von einem jährlichen Wachstum des Photonik-Weltmarktes in der Größenordnung von sieben Prozent aus. 
 
Allein im Bereich der industriellen Laserbearbeitung und Laserlithographie ist laut „Laser Markt Research“ mit einem globalen 2018er-Wachstum von mehr als fünf Prozent auf 6,1 Milliarden US-Dollar zu rechnen. »Deutsche Laserhersteller haben daran einen wesentlichen Anteil«, betont Justus Wehmer, Vorsitzender des Spectaris-Fachverbandes Photonik. »Sie produzieren rund ein Sechstel der Industrielaser weltweit.«

Welchen Stellenwert die deutsche Photonik-Branche…

...auf internationaler Ebene hat,  spiegelt sich auch auf der Leitmesse „Photonics West“ wider: Die Messe bringt rund 20.000 Teilnehmer und 1.400 Aussteller in Kalifornien zusammen. Mit über 160 Unternehmen stellt Deutschland dabei nach dem Gastgeber USA die größte Anzahl an Ausstellern. »Das zeigt die bedeutende Marktposition der deutschen Unternehmen«, sagt Wehmer. »Mit einer durchschnittlichen Exportquote von rund 72 Prozent sind die deutschen Photonik-Firmen im Gegenzug aber auch sehr auf den internationalen Markt angewiesen.« 

Der Motor für die gute Entwicklung der Branche…

...ist also das Auslandsgeschäft. »Rund 47 Prozent der Exporte gehen dabei in die Länder der Europäischen Union, fast 25 Prozent nach Asien und etwa 13 Prozent nach Nordamerika«, erklärt Spectaris-Geschäftsführer Jörg Mayer. »Vor diesem Hintergrund blickt die Branche daher besorgt auf den zunehmenden Trend hin zum Protektionismus.«