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Osram: 100.000 LEDs erleuchten den Petersdom

Das bedeutendste sakrale Bauwerk trifft auf modernste Lichttechnologie: Experten von Osram haben den Innenraum des Petersdoms neu illuminiert. Nun wurde die neue Beleuchtung eingeweiht.

Der Petersdom ist 190 Meter lang und wird täglich von 27.000 Besuchern besichtigt. Die drei Schiffe haben jeweils eine Breite von 58 Metern; das Mittelschiff misst am höchsten Punkt des Gewölbes fast 46 Meter. Die Kuppel ist zirka 137 Meter hoch. Bildquelle: © Archivio Fotografico Fabbrica Di San Pietro

Der Petersdom wird täglich von rund 27.000 Besuchern besichtigt. Künftig werden sie die Basilika in ganz neuem Licht erleben können.

Eineinhalb Jahre hat es gedauert, doch jetzt ist es vollbracht: Der Petersdom erstrahlt im neuen LED-Licht.

Geplant und realisiert von den Lichtexperten von Osram – die bereits die neue Beleuchtung des Petersplatzes, der Sixtinischen Kapelle und der Stanzen des Raffael realisiert haben – hat nun auch der komplette Innenraum der Basilika ein intelligentes Lichtsystem erhalten.

Neben einer Energieersparnis…

...von rund 90 % bei einer Reduktion der Leuchtenzahl um 80 % bringt die neue Installation im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkel. Denn dank der effizienten Ausleuchtung mit mehr als 780 Spezialleuchten, bestückt mit zirka 100.000 Leuchtdioden, sind nun selbst bislang im Halbdunkel liegende Fresken, Mosaike und Malereien in den Kuppeln der Seitenschiffe der Basilika bis ins kleinste Detail erkennbar. Einige Kuppeln erstrahlen nun zehnmal heller als zuvor.

Dank einer intelligenten Steuerung lässt sich die Beleuchtung der rund 22.000 Quadratmeter Grundfläche umfassenden Kirche auf vordefinierte Lichtszenarien anpassen – von der Basis- bis hin zur Gala-Beleuchtung.

© Osram
Welche Herausforderungen, Hürden und Lösungen gab es in der Realisierung der neuen Petersdom-Beleuchtung? Faszinierende Einblicke aus ungewöhnlichen Perspektiven.

Das komplette Lichtsystem wurde vorab…

...digital am Computer simuliert und konnte danach ohne aufwendige Testinstallationen fast 1:1 im Petersdom umgesetzt werden. Wie wichtig diese gründliche Vorarbeit war, wird deutlich wenn man bedenkt, dass die höchste Leuchte auf einer Höhe von rund 110 Metern angebracht wurde, die niedrigste auf etwa 12 Metern.

Dank ihrer besonderen Geometrie und der kompakten Abmessungen ließen sich die speziell für das Vatikanprojekt entwickelten Leuchten optimal in die Architektur integrieren. Dabei punktet die komplette LED-Beleuchtung - wie auch schon die der vorangegangenen Lichtlösungen im Vatikan – mit einer hohen Spektralqualität und effizienten fotometrischen Verteilung. So sind Details, die in der 500-jährigen Geschichte des Petersdoms noch nie sichtbar und selbst Kunstexperten unbekannt waren, nun ohne störende Reflexionen zu sehen.

Nicht nur die täglich etwa 27.000 Besucher…

...werden sich über die neue Detailtreue der Kunstwerke in der Basilika freuen, sondern auch die TV-Verantwortlichen: Durch die neu geschaffene Helligkeit werden Fernsehübertragungen aus dem Petersdom in einer Qualität von 4K VHD und 8K UHD möglich – ohne Flackern oder Vorspannungsrauschen.

Am Freitag, den 25.1.2019 wurde das neue Beleuchtungskonzept…

...feierlich eingeweiht. In ihren Eröffnungsreden unterstrichen Olaf Berlien, CEO der Osram Licht AG, Kardinal Giuseppe Bertello, Präsident des Governatorats des Staates Vatikanstadt und Kardinal Angelo Comastri, Erzpriester der vatikanischen Papstbasilika St. Peter, die hohe Bedeutung des neuen Lichtkonzepts für den Vatikan und dessen Besucher. »Wir sind sehr stolz auf dieses lichttechnische Meisterwerk im Petersdom«, so Berlien. »Das Projekt zeigt, dass sich mit der richtigen Expertise Historie und Hightech bestens vereinbaren lassen. Über 500 Jahre Geschichte erstrahlen nun in digital gesteuertem LED-Licht.«

Man darf gespannt sein,…

...welche Projekte sich die Lichtexperten als nächstes auf die Fahne schreiben. Es bleibt zu hoffen, dass Osram viele ähnlich prestigeträchtige Aufträge für sich verbuchen kann – sind es doch gerade die Spezialbeleuchtungen, die die Zukunft des Unternehmens sichern sollen. In Zeiten einer sich abschwächenden Autoindustrie befindet sich der Konzern derzeit in einer Restrukturierungsphase, der zuletzt auch etwa 300 Arbeitsplätze bei der Regensburger Tochtergesellschaft Osram Opto Semiconductors zum Opfer fielen.