Rasante Entwicklung

Optoelektronik - Basis für Automobil-Sensoren

08. August 2018, 10:00 Uhr   |  Nicole Wörner


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Die richtige Wellenlänge

Beleuchtungssysteme für den Exterior-Bereich von Fahrzeugen, wie beispielsweise Nachtsichtassistenz-Systeme, setzen üblicherweise IREDs mit einer Wellenlänge von 850 nm ein. Die Empfindlichkeit einer CMOS-Kamera reicht bei diesen Wellenlängen aus, um Reichweiten von bis zu 200 m zu erzielen.

Das schwache rote Glimmen, das bei einer Lichtquelle im Bereich von 850 nm entsteht, ist im Außenbereich beherrschbar, weil Systeme, die in die Scheinwerfer integriert sind, durch deren helles, weißes Licht diesen sogenannten „red glow“ überstrahlen. Bei Anwendungen im Fahrzeuginnenraum wäre dieser rote Schein allerdings störend, denn der Fahrer würde im Dunkeln ein rotes Schimmern sehen – daher setzt man hier auf 940 nm IRED.

Aufgrund der reduzierten Empfindlichkeit von Kamerasensoren in diesem Wellenlängenbereich benötigt man typische optische Leistungen von 2-4 Watt, was ein gutes Signal/Rausch-Verhältnis unter allen Umgebungs-Lichtbedingungen sicherstellt. Faktoren wie die Abendsonne, die einen hohen Infrarot-Anteil aufweist und in schrägem Winkel direkt in das Gesicht des Fahrers scheint, könnten das System ansonsten störend beeinflussen.

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1. Optoelektronik - Basis für Automobil-Sensoren
2. Die richtige Wellenlänge
3. Bessere Sicht für Fahrer und Kamerasysteme
4. Neue Package-Konzepte erleichtern Arbeitsprozesse 
5. Intelligente Sensoren dank LiDAR

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