LED/Lighting

Vorsicht! Sicherheitslücke in »smarten« Lampen

30. August 2017, 11:20 Uhr   |  dpa

Vorsicht! Sicherheitslücke in »smarten« Lampen
© DK samco / Shutterstock

Für Goldgräberstimmung unter den Distributoren sorgt das General Lighting. Von der Shopbeleuchtung über architektonische Lichtelemente...

Forscher haben Sicherheitslücken bei Lampen gefunden, die per Smartphone steuerbar sind. Den Informatikern der Unis Erlangen-Nürnberg und Mannheim gelang es, Lampen verschiedener Hersteller für mehrere Stunden zum Blinken zu bringen - mit einem einzigen Funkbefehl aus mehr als 100 Metern Entfernung.

Zudem beeinflussten die Forscher die Lampen so, dass der Nutzer sie nicht mehr steuern konnte. Auch Lichtfarbe oder Helligkeit hätten die Forscher aus der Ferne ändern können.

So genannte Smart-Home-Produkte…

...erfreuten sich in Privathaushalten wachsender Beliebtheit, schreiben die Wissenschaftler. »Wenn allerdings Fremde plötzlich unsere Beleuchtung steuern, fühlen wir uns in unseren vier Wänden bedroht.« Und da die Lampen den gleichen Funkstandard nutzten wie viele andere smarte Haushaltsgeräte, könnten künftig auch sicherheitskritische Anwendungen wie Heizungsanlagen, Türschlösser und Alarmanlagen von den Mängeln betroffen sein.

Die Schwachstelle liege in dem Funkstandard ZigBee,…

...der Schätzungen zufolge weltweit für 100 Millionen smarte Haushaltsgeräte genutzt werde. Konkret gehe es um eine Funktion, mit der etwa neue Geräte zu einem Netzwerk hinzugefügt werden können. Diese sei anfällig für Angriffe. 

Die Forscher empfehlen daher,…

...die Funktion »Touchlink Commissioning« zu deaktivieren. Einige Hersteller hätten bereits reagiert und ihren Kunden ein Update zur Verfügung gestellt. 

(Für smarterworld.de: Nicole Wörner)
 

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

»Kunden sollten nur mit IP-sicheren Herstellern arbeiten«
»Das Lichtmietkonzept ist eine Triple-Win-Situation«
LED-Lichtbrille macht Sportler fit
Sind LED-Lampen gefährlich für die Augen?
Vorsicht vor Billigprodukten aus dem Internet

Verwandte Artikel

dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH