Minol ZENNER Connect GmbH: Die deutsche LoRaWAN Lücke schließen

Deutschland ist in Sachen LoRaWAN im Vergleich zu den europäischen Nachbarn Nachzügler. Ändern möchte das die neu gegründete Minol ZENNER Connect GmbH, die sich mit ihren Schwesterunternehmen der ZENNER Gruppe auf der E-world in Essen vorstellt.

In den nächsten zwei bis drei Jahren werden die Server-DRAMs die mobilen DRAM-Typen überholen und zur größten Produktgruppe aufsteigen. Bildquelle: © Weedezign – 123RF

Die Mino Zenner Connect GmbH will für Kunden den Betrieb von LoRaWAN-Netzen übernehmen, damit diese sich auf deren Nutzung konzentrieren können.

»Im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarländern gibt es in Deutschland bis jetzt keinen LoRaWAN-Provider, der landesweit aktiv ist und ein flächendeckendes Netz vorweisen kann. Je weiter die digitale Transformation voranschreitet, desto stärker wächst auch die Nachfrage nach einem solchen Netzbetreiber – wir schließen also zum genau richtigen Zeitpunkt eine Lücke«, sagt Marcus Kirchdörfer, der die Minol ZENNER Connect GmbH gemeinsam mit Dr. Hartmut Ritter leitet.

Das neue Unternehmen plant Kooperationen mit Kunden und anderen Netzbetreibern, um die einzelnen LoRaWAN-Infrastrukturen zu verknüpfen. Roaming-Partnerschaften sollen den Beteiligten ermöglichen, das Netz der jeweils anderen für die eigenen Kunden mit zu nutzen. So wächst die Netzabdeckung organisch und nach Bedarf.

Das neue Unternehmen soll die Netze nicht nur aufbauen, sondern für die Kunden auch betreiben, z.B. die Industrie, die etwa ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 aufbauen muss oder Waren und bewegliche Betriebsmittel jederzeit orten will (Asset Tracking). Auch die Logistikbranche ist ein potentieller IoT-Kunde, weil sie damit ihre Lieferketten überwachen und steuern kann. Landwirtschaftliche Betriebe könnten Boden- und Bewässerungssensoren in ein IoT-Netz integrieren, um Nutzflächen präziser bewirtschaften zu können (Precision Farming).

Energieversorger, Stadtwerke und Kommunen können das IoT zur Fernüberwachung und Steuerung der städtischen Infrastruktur nutzen – die Minol-ZENNER-Gruppe arbeitet schon mit einigen Städten und Energieversorgern zusammen und setzt gemeinsam Projekte in Bereichen wie Zählerfernablesung, Smart Parking und Smart School um. »Viele Stadtwerke und Energieversorger wollen die Montage und den technischen Außendienst, also die laufende Wartung des Netzes, selbst übernehmen und auch im Besitz der Gateways bleiben. Sie beziehen uns bereits in der Konzeptionsphase als Partner mit ein, um sie bei der Planung und Umsetzung eines maßgeschneiderten Netzes zu beraten und dieses Netz dann langfristig zu betreiben« erklärt Dr. Hartmut Ritter, Geschäftsführer der Minol ZENNER Connect GmbH.

Auch die Immobilienwirtschaft, die Hauptzielgruppe von Minol, nutzt IoT-Lösungen zur Digitalisierung der Abrechnung und weitere Prozesse: Minol hat schon mehr als 1.000 LoRaWAN-Gateways installiert, um Messgeräte, Rauchwarnmelder und optional auch viele weitere Geräte in und an Gebäuden aus der Ferne auszulesen. In Zukunft werden fernablesbare Zähler und monatliche Verbrauchsinformationen für die Hausbewohner Standard sein; die Europäische Union hat soeben eine entsprechende Energieeffizienz-Richtlinie (EED) verabschiedet.

 

E-World energy&water Essen, 5.-7. Februar 2018, Halle 5/ Stand 5-208