Smart-Home-Marktforschung

Frameworks strukturieren die Smart Home-Welt

14. Juli 2016, 07:50 Uhr   |  Hagen Lang

Frameworks strukturieren die Smart Home-Welt
© Mücke, Sturm & Company

AllJoyn, Apple HomeKit, Amazon AWS, IoTivity – neue Frameworks erobern den Smart Home Markt und ermöglichen einen schnelleren Marktzutritt, erhöhen aber auch die Konkurrenz. Mücke, Sturm & Company (MS&C) analysierten Charakteristika, Unterschiede sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Frameworks.

Plattformen, respektive »Frameworks« führen zur Standardisierung im Smart Home Markt. Erfolg mit Smart Home Produkten hängt künftig auch von der Auswahl des geeigneten Frameworks ab. Funktionale, kommerzielle und technische Faktoren entscheiden über den Erfolg, so Roland Schmitt-Hartmann auf dem 6. Energie&Technik Smart Home & Metering Summit am 28. Juni in München.  »Frameworks sind ganzheitliche statt spezialisierte Lösungen«, sagte Schmitt-Hartmann. Etablierte und neue Marktteilnehmer müssen sie in der Produktentwicklung berücksichtigen, um schnell und preiswert Marktzugang zu erlangen. »Stärker noch als Ökosysteme oder Kommunikationsstandards werden Frameworks eine strategische Position im Markt einnehmen«, sagt Michael Mücke, Managing Partner bei MS&C

»Frameworks ermöglichen eine große funktionale Breite und lassen den Anbietern die erforderliche funktionale, technische und kommerzielle Freiheit, sich von ihren Wettbewerbern zu differenzieren«, so Mücke. Sie sorgen aber auch für eine neue, reaktionsfähige und preisliche Konkurrenz unter den Anbietern und sie verstärken dadurch den Druck für Gerätehersteller, Differenzierungsmerkmale zu schaffen, erklärte Roland Schmitt-Hartmann. Der Schnellzugang steht allen offen. Desto mehr Produkte ein Framework nutzen, desto attraktiver wird es für alle weiteren Anbieter.

Die unterschiedlichen Benefits der Frameworks für Smart Home-Anbieter hat MS&C analysiert und aufbereitet. Je nach eigener Kern-Kompetenz können Anbieter mit der Analyse das geeignete Framework auswählen.

Smart Home Frameworks
© Mücke, Sturm & Company

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Nicht abschließend erkennbar ist momentan, welches Framework mit welchem Ansatz sich durchsetzen wird, auch wenn Roland Schmitt-Hartmann damit rechnet, dass schlussendlich vier bis fünf Frameworks koexistieren werden. Wichtig seien eine offene Architektur und ein hoher Implementierungsgrad der Komponenten.

Frameworks – die großen Gleichmacher

Auch etablierte Anbieter müssen sich mit Frameworks auseinandersetzen und eine Wahl treffen. Denn die funktionalen und technischen Vorteile der Frameworks können selbst Neulingen einen Vorsprung vor etablierten Smart Home-Akteuren verschaffen. Leichter haben es da Anbieter von Mehrwertdienstleistungen wie Sicherheitsdienste und Bestellservices, die nicht an ein Framework gebunden sind und Partnerschaften mit mehreren aufbauen können. Die Zusammenfassung der Studie »Smart Home: Standardization by Frameworks. Wich Frameworks can Dominate the Smart Meter Market?« steht bei MS&C kostenlos als Download zur Verfügung.

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