Umfrage unter Elektrohandwerksbetrieben

Smart Living im Wohngebäude

19. Juni 2018, 11:02 Uhr   |  Hagen Lang

Smart Living im Wohngebäude
© ZVEH

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) befragte seine Mitgliedsunternehmen, welche Smart Home-Systeme sie installieren und wie sie die Marktentwicklung einschätzen. Bei sinkendem KNX-Marktanteil herrscht hinsichtlich künftiger Umsätze Optimismus.

In der von KNX Deutschland unterstützten Studie wurden 104 Elektrohandwerksbetriebe befragt, welche Technologien sie einsetzen, wie sie die Marktentwicklung bewerten und den Ausbildungsbedarf einschätzen.

Obwohl KNX nach wie vor das beherrschende System ist, rechnet der Markt bereits mit Mitbewerbern wie Amazon, Google, Apple usw. die heute bereits von Endkunden nachgefragt werden. Zwei Drittel der Befragten installieren hauptsächlich KNX-Systeme, auf den folgenden Rängen wurden free@home, Loxone, digitalSTROM, eQ-3, EnOcean und Coviva genannt.

Die Befragten wünschen sich haptsächlich eine verbesserte Interoperabilität zwischen den Systemen. Hersteller können hier noch Punkte sammeln. Die Befragten sehen einen großen Ausbildungs- und Qualifizierungsbedarf, dem sich momentan ein allgemeiner Fachkräftemangel hinzugesellt. Dem Smart Home Markt insgesamt prophezeien die Befragten eine

 

umsatzstarke Zukunft. 75 Prozent der Betriebe glauben, dass die Umsätze im Marktsegment steigen werden, nur drei Prozent sehen im Smart Home Bereich keinen Markt für ihr Unternehmen.

Schnittstellen-Probleme zwischen Systemen und Produkten (auch Gewerke übergreifend) nannten die Befragten als Haupt-Probleme bei der Realisierung von Projekten. Die

 

Programmierung ist zu komplex und zeitaufwändig, ebenso wie die Integration von Sprachsteuerung für die Kunden und die Preise sind generell noch zu hoch. Bei KNX-Systemen schätzten die Befragten die auch Gewerke übergreifende Interoperabilität, die Vielseitigkeit realisierbarer Lösungen, Zuverlässigkeit und Datensicherheit, sowie einfache Nachrüstung im Bestand.

Die Antworten auf die Frage, welches Smart Home-System sie künftig hauptsächlich installieren werden,

 

beantworten nur noch 40 Prozent der Unternehmen mit »KNX«, ein deutlicher Rückgang. Am zweithäufigsten genannt wird »Amazon« (14 Prozent), gefolgt von free@home (11 Prozent).

 

 

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