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Stromkostenmonitor checkt auch den Wasser- und Gasverbrauch

26. Juli 2016, 17:00 Uhr   |  Hagen Lang

Stromkostenmonitor checkt auch den Wasser- und Gasverbrauch
© Hagen Lang

Neu zu den Stromzählern hinzugekommen sind Module mit Sensoren zur Ermittlung des Wasser- und Gasverbrauchs, hier auf dem Smappee-Stand auf der Messe Intersolar/ees 2016 ausgestellt.

Smappee, der Smart Home-Stromkostenmonitor mit intelligenter Verbraucher-Aufschlüsselung misst jetzt auch den Wasser- und Gasverbrauch. Zusammen seiner Überwachung der Stromproduktion vorhandener PV-Anlagen entwickelt er sich zu einem Must-Have für energie- und verbrauchsbewusste Haushalte.

»Unser neues Tool soll Anwendern einen Einblick in ihren Verbrauch ermöglichen, denn ähnlich wie beim Strom, erhalten wir von unseren Gas- und Wasserversorgern nur relativ vage Abrechnungen«, sagt Stefan Grosjean, CEO und Mitbegründer von Smappee. Die Sensoren werden einfach auf die Strom- und Wasserzähler aufgeklippt und kommunizieren über ein Modul per WLAN mit dem Smappee Energiemonitor, der als »Zentrale« fungiert. Bedenkt man, dass ein deutscher Musterhaushalt eine durchschnittliche Kostenbelastung von 324 Euro für Wasser und 1309 Euro für Gas hat, eröffnet sich hier durchaus ein Einsparpotential.

Wie beim Smappee Strommonitor werden die von den Wasser- und Gassensoren gemessenen Verbräuche in Echtzeit auf der Smartphone-App oder jedem Browser dargestellt. Falsch eingestellte oder defekte Thermostate werden sichtbar, die Leck-Alarmfunktion von Smappee für Gas und Wasser macht künftige »Malheure« und Schäden unwahrscheinlich.

Zum Thema Wasserverschwendung durch unerkannte Defekte der Wasserleitungen erklärt Stefan Grosjean:

 

»Wasserverschwendung ist ein riesiges und zugleich komplett unterschätztes Problem. Für die Umwelt, aber auch für die eigene Geldbörse. Die Wasserwerke entsenden nur dann einen Mitarbeiter vor Ort, wenn der Wasserverbrauch sehr stark vom normalen Durchschnitt abweicht. Wir raten den Verbrauchern daher, selbst das Heft in die Hand zu nehmen. Damit sie ihren Verbrauch genau verfolgen und dadurch verringern können, um damit Wasser und Geld zu sparen«.

Gemeinsam mit dem Smappee-Solarenergiemonitor, der Verbräuche misst, diese bestimmten Verbrauchern zuordnet, zudem die Solarstromproduktion misst und den Solarstrom bestimmten Verbrauchern zuweisen kann, mausert sich Smappee allmählich zum Monitoringsystem der Wahl der vielbeschworenen »Prosumer«. Das starke Wachstum Smappees sollte mit den neuen Sensoren weiter anhalten.

Wenn Smappee über das stärkste Smart Home-Messsystem am Markt verfügt, darf man spekulieren, wann Smappee weitere Segmente wie Home-Security, Geräte-, Heizungs- u.a.-Fernsteuerung ins Visier nimmt. Momentan beherrscht Smappee nur das Fernsteuern »intelligenter« Steckdosen. Erst im Winter hatte Smappee die Unternehmensexpansion und Produktentwicklung mit der Aufnahme von 2,7 Millionen Dollar Kapital gesichert. Damit man E-Mobility-Ladestationen, Heizungen oder Waschmaschinen fernsteuern kann, muss man sich auf ein von diesen beherrschtes gemeinsames Protokoll und gemeinsame Befehlssätze einigen. Der EEBus böte so einen Weg.

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