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GRIDCON iTAP von MR: Regelbare Ortsnetztrafos: Intelligenz ohne zusätzlichen Platzbedarf

Mit dem GRIDCON-iTAP-System der Maschinenfabrik Reinhausen können Ortsnetztrafos regelbar gemacht werden – ohne dass eine Vergrößerung des Transformatorkessels in Breite oder Tiefe erforderlich wäre.

GRIDCON iTAP Bildquelle: © Maschinenfabrik Reinhausen

Durch die kompakte Bauweise ist GRIDCON iTAP das einzige System, das den Transformator weder in Breite noch Tiefe vergrößert und so in jeder Kompaktstation zum Einsatz kommen kann.

Auch in den Schaltschränken in der Ortsnetzstation besteht kein zusätzlicher Platzbedarf.

Seit 2008 haben E.ON und MR gemeinsam Systeme erprobt, die die Aufnahmefähigkeit des Verteilnetzes für erneuerbare Energien auf wirtschaftliche Art und Weise erhöhen. Als Ergebnis umfangreicher Pilotprojekte in den letzten Jahren konnte MR im September 2012 als erstes Unternehmen weltweit mit GRIDCON iTAP ein serienreifes System für RONTs vorstellen. GRIDCON iTAP besteht aus Laststufenschalter, Regler und Sensor für das Niederspannungsnetz, das zusammen mit dem Transformator einen RONT ergibt.

GRIDCON iTAP Bildquelle: © Maschinenfabrik Reinhausen

Laut dena können mit RONTs bis 2030 im Niederspanungsnetz Kosten für den Netzausbau in Höhe von rund 1,4 Mrd. Euro eingespart werden.

Der RONT basiert auf einer bewährten Technologie aus den Hoch- und Höchstspannungsnetzen, die vor gut 80 Jahren in entscheidendem Maß von MR industrialisiert wurde. Herzstück eines RONTs ist ein konventioneller Transformator, dessen Ausgangsspannung durch den Einbau eines Laststufenschalters dynamisch regelbar gemacht wird. Weitere Komponenten sind ein Regler inklusive der notwendigen Algorithmen und Sensoren. Der Regler bildet die Intelligenz des Systems und steuert über Befehle an den Laststufenschalter die Ausgangsspannung am Transformator. Wichtige Betriebsinformationen erhält er von den Sensoren, die entweder innerhalb der Ortsnetzstation Messwerte auf der Sammelschiene abgreifen oder abgesetzt an neuralgischen Punkten im Netz verteilt werden können.

Im Unterschied zu allen anderen am Markt vorgestellten RONT-Konzepten macht das GRIDCON-iTAP-System weder eine Vergrößerung des Transformatorkessels in Breite oder Tiefe noch einen größeren Platzbedarf für Schaltschränke in der Ortsnetzstation erforderlich. Der zur dynamischen Anpassung der Spannung nötige Laststufenschalter wird so zwischen Aktivteil und Durchführungen verbaut, dass sich die Abmessungen des Transformators nicht verändern. Diese Innovation gewährleistet, dass RONTs mit GRIDCON iTAP System in jede Kompaktstation passen – auch nachträglich. Dies erfüllt erstmals eine zentrale Anforderung der Verteilungsnetzbetreiber.

Die Wartungsfreiheit über die gesamte Lebensdauer eines Ortsnetztransformators ist ein weiterer zentraler Vorteil des GRIDCON- iTAP-Systems. Analog zu ungeregelten Transformatoren ist auch für Transformatoren mit dem GRIDCON-iTAP-System selbst bei Betriebsdauern von über 40 Jahren keine Wartung erforderlich. Die vollständig elektro-mechanische Realisierung des Laststufenschalters unter Rückgriff auf bewährte MR-Technologie und der Verzicht auf unzugängliche Elektronik im Transformatorkessel stellt zudem die Verfügbarkeit des Laststufenschalters über die gesamte Lebensdauer des Transformators sicher. Dadurch weisen RONTs mit GRIDCON-iTAP-System deutlich geringere Lebenszykluskosten auf, als alle anderen RONT-Konzepte.

Mit maximal neun Stufenstellungen und einer Stufenspannung von maximal 600 V verfügt das GRIDCON-iTAP-System über den größten Regelbereich aller RONT-Konzepte bei gleichzeitig feiner Abstufung. Durch den großen Regelbereich können auch starke Abweichungen von der Sollspannung in das erlaubte Spannungsband zurückgeregelt werden. Die feine Abstufung stellt dabei sicher, dass durch die Regelung keine großen Spannungssprünge im Netz auftreten, die zu Flickern führen könnten.

Das GRIDCON- iTAP-System fertigt MR am Standort Regensburg nach den bekannt hohen Qualitätsstandards, die auch für die Laststufenschalter für große Leistungstransformatoren gelten.