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Zuverlässig, effizient, langlebig: Leistungstransformatoren für die Energiewende

Energie zu transportieren und Potentiale zu trennen, dies waren bisher die wesentlichen Aufgaben der Transformatoren. In Zeiten der Energiewende müssen sie mehr können.

Während in vielen Ländern der Welt HGÜ- Technologie Gang und Gäbe ist, wurden HGÜ- Transformatoren in Deutschland bisher meist nur für die Anbindung von Offshore-Windparks eingesetzt. Im Bild: Ein Transformator für die Anbindung eines Offshore-Wind Bildquelle: © Siemens Aktiengesellschaft

Ein HGÜ-Transformator hat gewaltige Ausmaße.

Sie entwickeln sich beispielsweise zu einem wichtigen  Element, um Spannungsschwankungen im Übertragungsnetz - hervorgerufen durch die Einspeisung aus fluktuierenden Quellen - auszugleichen. "Diese Schwankungen sind nicht immer berechenbar", sagt Dr.  Beatrix Natter, CEO der Business Unit Transformers von Siemens [1].

Auch in den HGÜ-Konverteranlagen sind Transformatoren ein unverzichtbares Element. So sind allein für die beiden Konverteranlagen der Ultranet-Trasse zwischen Osterath und Philippsburg jeweils 13 Transformatoren vorgesehen - von gewaltigen Ausmaßen. Rund 500 Tonnen wiegt ein einziger Transformator. Schon auf dem Firmengelände des Leistungstransformatorenwerks von Siemens in Nürnberg kann man einen solchen Transformator nicht einfach bis zur Auslieferung irgendwo abstellen. Dafür sind speziell vorbereitete und mit Fundament versehene "Parkplätze" erforderlich. Für die Kunden ist das eine schöne Sache, denn sie können die Transformatoren dann genau zu dem Zeitpunkt liefern lassen, zu dem sie ihn benötigen.

Offensichtlich ist, dass der Transport die Logistiker immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Denn auch wenn die Spezialisten von den Transformatoren alles abgebaut haben, was sich überhaupt nur abbauen lässt, wiegen sie immer noch 360 Tonnen und passen gerade auf einen Schwerlasttransporter. Der Transportweg muss genau überlegt sein, teilweise müssen Verkehrszeichen abgebaut werden, damit der Schwerlasttransporter Engstellen passieren kann. Und natürlich müssen die Brücken, über die er fährt, die Last aushalten. Solche Brücken zu finden, wird immer schwieriger, weil viele Brücken nicht mehr im besten Zustand sind und ihre Tragfähigkeit deshalb herabgestuft wurde.  Kein Wunder, dass für den Transport hohe Kosten anfallen. Zwischen 50.000 und einigen 100.000 Euro, mit denen man für den Transport in Europa meist auskomme, zählt Dr. Natter noch zu den kleineren Beträgen.