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TU Ilmenau: Resilienz für das IoT der Energie

Ein Ausfall von Versorgungs- oder Kommunikationsanlagen hat gravierende Auswirkungen auf die Versorgungsnetze. Die TU Ilmenau, das Fraunhofer IOSB und Partner entwickeln im Projekt »Resilience by Design für Internet of Things-Datenplattformen« jetzt Grundlagen eines »resilienten« Versorgungssystems.

Smart Grid Bildquelle: © Paradox

Die Investitionen in Smart Grids und Smart Meter nehmen - mit Ausnahme der USA - global Fahrt auf.

Daten, die für den reibungslosen Betrieb von Stromnetzen verarbeitet werden, müssen gegen vielfältige Störungen gesichert sein, damit das Netz nicht zusammenbricht. Auch für die Optimierung energiewirtschaftlicher Prozesse und für die Nutzung von Lastverschiebepotenzialen, etwa durch E-Mobilität und Speicher, ist der fehlerfreie Austausch von Daten von großer Bedeutung.

Ebenso wie für den störungsfreien Betrieb sogenannter Smart Meter: Allein in Thüringen werden in den kommenden Jahren 120.000 dieser intelligenten Zähler zur Messung des Energieverbrauchs, von denen die Kunden erwarten, dass sie vollkommen störungsfrei und korrekt funktionieren, in Haushalten installiert.

Die Verarbeitung solcher digitalen Daten stellt nicht nur hohe Anforderungen an ihre fehlerfreie Verwendung, sondern auch an den Schutz vor Ausfällen und vor Angriffen von außen und nicht zuletzt auch an den Datenschutz.

Bereits während des Projekts berücksichtigen die Wissenschaftler der TU Ilmenau und des Fraunhofer IOSB-AST, dass die Erkenntnisse, die sie in Bezug auf den Energiebereich gewinnen, ausgeweitet werden können auf das Internet der Dinge, also auf die globale technologische Infrastruktur, die die physische und virtuelle Interoperabilität von Gegenständen beschreibt.

Auch die Industrie 4.0, also die umfassende Digitalisierung der industriellen Produktion, soll in Zukunft von dem in Thüringen entwickelten System-Design für sichere Daten profitieren.  Das reDesigN-Projekt, das eine Laufzeit von drei Jahren und ein Gesamtvolumen von 2,2 Millionen Euro hat, wird vom Bundesforschungsministerium mit gut 1,8 Millionen Euro gefördert, die restlichen 400.000 Euro sind Eigenanteile der beteiligten Unternehmen.

Projektpartner sind das Fachgebiet Datenbanken und Informationssysteme der TU Ilmenau als Konsortialführer, das Fachgebiet Softwaretechnik für sicherheitskritische Systeme, das Fraunhofer IOSB-AST, der Ilmenauer Entwickler von Softwarelösungen für den Energiesektor Cuculus GmbH und die HKW Elektronik GmbH, ein thüringischer Hersteller elektronischer Geräte.