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Geobasierte Darstellung der Versorgungsnetze auf Knopfdruck

30. Juni 2015, 14:08 Uhr | Hagen Lang
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Die geobasierte Sicht auf die Stadt Gießen und Umgebung: Im Gegensatz zur schematischen Darstellung lassen sich Distanzen und geografische Besonderheiten besser abschätzen.
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Im Netzleitsystem HIGH-LEIT der IDS GmbH ist ab sofort eine geobasierte Darstellung der Versorgungsnetze integriert, ohne, dass ein GIS-Viewer benötigt wird. Für Strom, Gas und Wasser sind Transport- und Verteilnetze in Hoch-, Mittel-, oder Niederspannung- sowie Hoch-, Mittel- oder Niederdruck darstellbar.

Versorger können sich im HIGH-LEIT Netzleitsystem eine geobasierte Darstellung in der Prozessvisualisierung direkt anzeigen lassen. Bisher war eine solche geobasierte Ansicht auf Netze nur über das Aufschalten eines externen GIS-Viewers möglich. Im Gegensatz zum GIS-Viewer sind aktuelle Netzzustände wie beispielsweise Störungen nun jederzeit auch geobasiert verfügbar und gekennzeichnet.

Bei der Mittelhessen Netz GmbH, die für die Systempflege der Strom- und Gasnetze der Stadtwerke Gießen zuständig ist, kommt die moderne Darstellungsform bereits zum Einsatz. Die Stadtwerke Gießen versorgen ca. 190.000 Menschen mit Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme.

Allein unser Mittelspannungsnetz umfasst rund 720 Kilometer, hinzu kommen 670 Leitungskilometer für die Gasversorgung«, sagt Frank Hoffmann, Geschäftsführer der Mittelhessen Netz GmbH. »Durch die geobasierte Visualisierung können unsere Mitarbeiter die Versorgungslage und den Zustand des gesamten Netzgebietes besser einschätzen. In Verbindung mit der schematischen Ansicht sieht man so alles, was man sehen sollte.«

Vorteile ergeben sich für Mitarbeiter durch die geobasierte Darstellung

-im Normalbetrieb bei der Überwachung der Netze

-bei Wartungsarbeiten zur Unterstützung der Instandhaltungen

-im Störungsfall bei der Störungssuche und –behebung

Einen besseren Überblick über die geografische Lage und Umgebung, z.B. in Bezug auf Straßen, Gebäude bis hin zu Hausnummern bietet das System Mitarbeitern im Normalbetrieb. Durch die naturgetreue Darstellung lassen sich Entfernungen besser abschätzen und die unterschiedlichen Einfärbungen der einzelnen Netzgruppen zeigen genau an, welche Gebiete von wo aus versorgt werden.

Bei Wartungsarbeiten zeigt die Darstellung bei einer geplanten Schalthandlung die möglichen Auswirkungen diese Maßnahme in den betroffenen Versorgungsbereichen an.

Bei einem Störfall wird wie im schematischen Netzplan das betroffene Netzgebiet farblich entsprechend gekennzeichnet. Die Kombination geografischer und dynamisch eingefärbter Netzinformation erlaubt eine bessere Vorbereitung der Mitarbeiter für den Einsatz vor Ort.

»Diese Art der geobasierten Darstellung war bisher nur großen Netzbetreibern vorbehalten. Als Alternative kam nur die statische Ansicht im entsprechenden GIS-Viewer in Frage«, erklärt Jörn Fischer, Geschäftsführer (CEO) der IDS GmbH. »Mit dem neuen Add-on für unser Netzleitsystem HIGH-LEIT können nun auch kleine und mittlere EVUs von der naturgetreuen Darstellung ihrer Umgebung unter Einbeziehung des aktuellen Zustands ihrer Netze profitieren.«


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