EU-Smart City Projekt »Smarter Together«

München wird Teststadt für Smart City Lösungen

16. April 2018, 14:40 Uhr | Hagen Lang
Smarter Together
Lyon, Wien und München sind »Leuchtturm«-Städte im Smart City Projekt Smarter Together, Venedig, Sofia und Santiago de Compostella »Follower«-Städte, Kiev und Yokohama »Beobachter«
© Smarter Together

Das Projekt »Smarter Together« der EU hat München zusammen mit Wien und Lyon auserkoren, zukunftsweisende Smart City-Technologien zu erproben. Der Stadtteil Neuaubing-Westkreuz/Freiham, Deutschlands größtes Stadtentwicklungsprojekt, soll bis 2050 durch smarte Technologie CO2-neutral werden.

Intelligente Lichtmasten, E-Mobilitätsstationen, eine SmartCity App, die alle Bewohnern durch die smarten Dienstleistungen des Stadtteils lotst: Das sind einige der Highlights, die Bewohner der neuen Stadtteile München Neuaubing-Westkreuz/Freiham im Rahmen des Smart City Projekts »Smarter Together« bis 2021 nutzen können. München ist »Leuchtturm« des Smart City Projektes der EU und wird bis 2012 etwa 20 Millionen € in die intelligente Erschließung des Projektgebietes im Münchner Westen stecken.

Die neuen Technologien und intelligent genutzten Daten sollen die Stadtentwicklung von morgen einleiten, die mit digitaler Unterstützung die Lebensqualität der Bewohner, städtische Dienstleistungen und die Energieeffizienz sowie Umweltfreundlichkeit steigern soll.

»20« ist die »magische Zahl« des Münchner Projektes: 20 Prozent CO2 sollen gespart, mehr als 20 Prozent erneuerbare Energien genutzt und die Energieeffizienz im Stadtteil um 20 Prozent steigen. Bis 2050 soll das Entwicklungsgebiet Neuaubing-Westkreuz sogar CO2-Neutralität erreichen.  42.000 m2 Wohnfläche sollen durch Einsatz von »Smart-Home«-elementen auf einen anspruchsvollen Energiestandard gebracht werden. Daten zu Temperatur und Luftfeuchte  geben den Nutzern Hinweise für energiesparendes Verhalten.

Fernwärme aus dem Geothermie-Heizwerk Freiham sowie dezentrale PV-Module auf Wohngebäuden sollen einen Großteil der benötigten Energie erzeugen, die bei Überproduktion über einen Batteriespeicher in das Virtuelle Kraftwerk der Stadtwerke München (SWM) eingespeist wird. Das Virtuelle Kraftwerk soll dabei netzstabilisierende Aufgaben übernehmen.

Neben dem »Handlungsfeld Energie« werden die Themen Mobilität und Technologie auch mit experimentellen Maßnahmen stattfinden, nach dem Motto: »Stadt neu denken Neben dem »Handlungsfeld Energie« werden die Themen Mobilität und Technologie auch mit experimentellen Maßnahmen stattfinden, nach dem Motto: »Stadt neu denken«.

Intelligente Lichtmasten sollen über Sensoren Umwelt-, Wetter-, und Verkehrs-Informationen erfassen sowie je nach Tageszeit ihre Beleuchtungshelligkeit anpassen. Erfasste Daten sollen Basis für neue Anwendungen und mobile Dienste werden. In einer SmartCity App werden Nutzer Informationen und Angebote aus dem Stadtteil einfach abrufen können, dank einer integrierten Bezahl- und Authentisierungsfunktion.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft realisiert ein Maßnahmenpaket für nachhaltige Mobilitätslösungen und setzt diese gemeinsam mit Partner um, so z. B. E-Carsharing-Angebote, Lasten-Pedelecs/ E-Dreiräder Angebote etc. »Mobilitätsstationen« sollen sogenannte Quartiersboxen mit gekühlten und ungekühlten Fächern erhalten, mit denen ein 24-Stunden-Liefer-, Einkaufs- und Tauschservice möglich werden soll. Lieferdienste und Gewerbetreibende sollen darin Sendungen und Produkte außerhalb von Warenöffnungszeiten hinterlegen können.

 

 


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