Smart Meter Rollout

27.000 Mobilfunkstandorte erhalten Smart Meter

18. August 2020, 11:13 Uhr   |  Hagen Lang

27.000 Mobilfunkstandorte erhalten Smart Meter
© Telefónica Deutschland / O2

Telefónica Deutschland / O2 will den Energieverbrauch seiner Mobilfunkanlagen signifikant senken. Dazu werden alle 27.000 Anlagen bis Ende 2021 mit Smart Metern ausgestattet.

Bislang wurden 7.500 Standorte mit Smart Metern ausgestattet, die Ausrüstung aller 27.000 Anlagen ist bis Ende 2021 geplant. Telefónica Deutschland erwartet dadurch Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung sowie hohe Strom- und CO2-Einsparungen. Der Stromverbrauch jeder mit einem Smart Meter ausgerüsteten Mobilfunkanlage wird im Sekundentakt erfasst und mit einer Internet-of-Things-Funkeinheit über das O2 Netz an einen Cloud-Server übermittelt. Der Stromverbrauch wird anschließend über die Standorte hinweg mittels Künstlicher Intelligenz (KI) analysiert.

Dadurch ist eine vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) an einem Standort möglich, bevor es zu einem größeren Schaden an einem Mobilfunkelement kommt. Ungewöhnlich hoher Verbrauch von Strom wird unmittelbar entdeckt und zeitnah behoben. So etwa im Falle eines Mobilfunkmasts in Hamburg, dessen Smart Meter einen doppelt so hohen Verbrauch wie üblich anzeigte. Klima- und Lüftungsanlage an der Anlage waren nicht richtig aufeinander abgestimmt. Diese Störung wäre ohne Smart Meter erst im Zuge der jährlichen Wartung aufgefallen. Künftig entfällt auch die Anfahrt eines Technikers zum Ablesen des Stromzählers am Mobilfunkstandort.

„Unternehmen nutzen unser O2 Netz als Trampolin für ihre eigene nachhaltige Digitalisierung. Wir sind das grüne Sprungbrett für die deutsche Wirtschaft. Allein durch die zunehmende Digitalisierung in der Industrie lassen sich weltweit bis zu 20 Prozent der Treibhausgas-Emissionen einsparen“, erklärt Markus Haas, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland / O2. Haas weiter: „Der Datenhunger, der mit der zunehmenden Digitalisierung einhergeht, benötigt zusätzlichen Strom und verursacht CO2. Deshalb ergreifen wir seit Jahren sinnvolle Maßnahmen, um unser Netz noch nachhaltiger zu machen. In den kommenden Jahren wollen wir klimaneutral werden.“

Der Stromverbrauch von Telefónica Deutschland / O2 betrug im Jahr 2019 696 GWh. Die Netzwerktechnik ist für 96 Prozent dieses Verbrauchs verantwortlich. Daher ist es eines der wichtigsten Ziele des Unternehmens ein möglichst umweltschonendes Netz zur Verfügung zu stellen. Die CO2- und Energieverbrauchsziele für Ende 2020 konnte Telefónica / O2 bereits zum Ende des Jahres 2019 deutlich übertreffen. Bis Ende 2019 verringerte Telefónica den Energieverbrauch pro Datenvolumen gegenüber 2015 um 56,1 Prozent. Bereits seit 2016 kauft Telefónica zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien ein. Mit Smart Metering vollzieht das Unternehmen einen weiteren Schritt auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität.

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