Anbindung

EFR Smart Grid Hub

10. März 2015, 14:32 Uhr   |  Hagen Lang

EFR Smart Grid Hub
© EFR

Der EFR Smart Grid Hub ist ein Stromzähler-Kommunikationsmodul für die Anbindung von Energieverbrauchern und –anlagen an umfassende Energie- und Kundenmanagementsysteme, idealerweise über systemfähige Zähler, wie EasyMeter-Stromzähler

Per optischer IR-Schnittstelle kommuniziert der EFR Smart Grid Hub mit EasyMeter Zählern, um die Messwerte und Zählerinformationen zu empfangen und das Tarifregister anzuwählen. Unabhängig von der Kommunikationsmethode verfügt er über zahlreiche Grundfunktionen. Die abrechnungsrelevanten Zählerstände (Registerwerte) werden automatisch, je nach Einstellung jeden Tag oder am Ersten des Monats, um 00:00 Uhr in einen Ringspeicher mit einer Kapazität von 40 Tagen gespeichert. Die Abrechnungsdaten erhalten einen Zeitstempel und sind chronologisch geordnet.

Der EFR Smart Grid Hub speichert die Abrechnungsdaten sowie die Lastgänge, beherrscht Tarif- und Lastmanagement und überwacht das Netz.

Aktuelle Lastgangwerte werden in 1,5,15,30 oder 60 Minuten-Abständen gespeichert. Bei einer Ausleseperiode von 15 Minuten kann der Ringspeicher die Daten von 60 Tagen aufnehmen. Die Tarifschaltung am Zähler ist dank eines doppelt geführten Tarifschaltprogrammes (aktiv und passiv) sowie des Kalendariums mit bis zu 60 frei wählbaren Sonder-/Feiertagen möglich. Zeit- und lastabhängige Kriterien können für die Tarifierung genutzt werden. Zwei verschiedene Tarifgruppen, z.B. die Trennung von Bezug und Lieferung sind durch das Anlegen zweier voneinander unabhängiger Schaltprogramme möglich.

Neben den Verbrauchswerten werden Parameter des Netzzustandes gemessen wie Leiterspannungen, Leistungen pro Phase und die Netzfrequenz. Zum Lastmanagement kann optional eine Relaisbox (Grid Control Unit) in Hutschienenbauform über eine RS485 Schnittstelle mit dem Gerät verbunden werden. Die Grid Control Unit besitzt 4 Relais, 2 digitale Eingänge sowie 2 Messwertumformereingänge. Somit ist der Hub bereit für Lastmanagement- und Einspeisemanagement-Aufgaben.

Die Kommunikationsanbindung erfolgt entweder per Ethernet, GPRS, Webserver oder Langwellenfunk. Existiert bereits ein DHCP-Server im Netzwerk, weist dieser dem Hub eine IP-Adresse zu. In frei wählbaren Zeitabständen sendet der Hub Status-Nachrichten automatisch an die Leitstelle. Ihr Inhalt kann mit den OBIS-Kennzahlen konfiguriert werden. Es werden bis zu 9 Werte wie Zählerstände, Phasenspannungen, Leistungswerte etc. übertragen. Wo keine GPRS oder Breitbandverbindung zur Verfügung steht, kann der Langwellenkanal mittels einer zusätzlichen Antenne zur unidirektionalen Kommunikation genutzt werden.

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