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Erkenntnisgewinn beim Smart Meter Rollout steigt

17. August 2020, 13:10 Uhr   |  Hagen Lang

Erkenntnisgewinn beim Smart Meter Rollout steigt
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Voltaris hat das Smart-Meter-Rollout-Teststufenkonzept des FNN für seine Anwendergemeinschaft, in der 35 Energieversorger und Netzbetreiber zusammenarbeiten, entsprechend adaptiert und vergrößert beim Rollout intelligenter Messsysteme (iMSys) stetig das Know-how

Ein speziell konzipiertes Prozesshandbuch dient den Rollout-Managern der Stadtwerke-Partner der Anwendergemeinschaft in der Rolle des grundzuständigen Messstellenbetreibers als Arbeitsgrundlage für alle aufgestellten Prozesse im Zusammenhang mit dem Rollout der iMSys. VOLTARIS übernimmt bei den ersten Einbauten die Gerätebeschaffung, die Umsetzung der sicheren Lieferkette der Smart Meter Gateways, die Montage sowie die Inbetriebnahme der iMSys.

Parallel werden die Montagefachkräfte und Mitarbeiter im Lager- und Logistikbereich der Stadtwerke-Partner zu „berechtigten Personen für die sichere Lieferkette“ und zu den Montageprozessen geschult. Die Prozesse der Gateway-Administration erfolgen im VOLTARIS-Produktivsystem. „In der Anwendergemeinschaft arbeiten sowohl kleinere und mittlere Stadtwerke als auch große Energieversorger zusammen. Von dieser Vielfalt profitieren alle Teilnehmer“, verdeutlicht Karsten Vortanz, Geschäftsführer von VOLTARIS.

„So können wir Synergien optimal nutzen, da viele unterschiedliche Anforderungen und Aufgaben behandelt werden. Die gemachten Erfahrungen werden mit allen Teilnehmern diskutiert und fließen in die Prozessoptimierung ein.“

Im Rahmen des operativen Rollouts werden Ende August weitere 100 iMSys für die Pfalzwerke Netz AG unter Einhaltung aller Standardprozesse ausgerollt. Insgesamt werden im Netzgebiet der Pfalzwerke im Zuge des Rollouts rund 350.000 Zähler gewechselt, darunter ca. 290.000 moderne Messeinrichtungen und ca. 60.000 iMSys.

Bereits in der Planungsphase stellt VOLTARIS den Stadtwerken auf Wunsch die Providerdaten der Anschlussobjekte zur Einschätzung der Mobilfunk-Empfangsstärke zur Verfügung. Somit kann der Einbau besser geplant werden – zeitlich und auch hinsichtlich der Antennenauswahl. Letztendlich entscheidet der Monteur vor Ort anhand eines speziellen Netzscanners, welche Antenne wie zu platzieren ist, um die bestmögliche Verbindung zu erreichen.

Gateways über das 450-MHz-Funknetz

Im Bundesforschungsprojekt DESIGNETZ entwickeln und erproben die VSE AG und die energis Netzgesellschaft mbH gemeinsam mit Partnerunternehmen, u.a. VOLTARIS, innovative Technologien zur Netzführung. Das Ziel ist die Schaffung einer Infrastruktur, mit der erneuerbare Energien in das Energieversorgungssystem auf der Mittelspannungs- und Niederspannungsebene besser integriert werden können. Im Demonstratorprojekt EMIL – Energienetze mit innovativen Lösungen - ist VOLTARIS dabei u.a. zuständig für den Einbau der intelligenten Messsysteme einschließlich der Gateway-Administration. Im Rahmen des Projektes wurde in Freisen (Saarland) ein 450 MHz-Funknetz für energiewirtschaftliche Anwendungen aufgebaut. Hier wurden bereits Gateways installiert, die über das 450-MHz-Funknetz angebunden sind. Die Vorteile des 450-MHz-Frequenzbandes: Es bietet eine gute Gebäudedurchdringung und eine hohe Reichweite.

„Durch unsere Arbeit in DESIGNETZ haben wir innerhalb der letzten vier Jahre wertvolle Erfahrungen gesammelt, die uns und unseren Kunden jetzt im operativen Rollout zugutekommen,“ berichtet VOLTARIS Geschäftsführer Volker Schirra. Die im Projekt aufgebaute Produktiv-Umgebung wurde stetig weiterentwickelt, und die Forschungsergebnisse fließen in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ein, wie zum Beispiel das Steuern über das iMSys beim Einsatz von Flexibilitäten und der Einbindung von EEG-Anlagen.

Angebote zum neuen Geschäftsfeld Submetering

VOLTARIS begleitet die Stadtwerke-Partner nicht nur während des gesamten Smart Meter Rollouts, sondern treibt auch die Entwicklung von Mehrwertdiensten voran, insbesondere das Submetering zur automatisierten Heizkostenabrechnung als Dienstleistung für die Wohnungswirtschaft. Derzeit werden die ersten Submetering-Pilotprojekte realisiert. „Nur Energieversorger und Stadtwerke, die sich rechtzeitig als wettbewerblicher Messstellenbetreiber positionieren, werden die Chance haben, im Wettbewerb mit den großen Abrechnungsdienstleistern zu bestehen“, ist sich Karsten Vortanz sicher.

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