Intelligente Messsysteme

VDE|FNN unterstützt Smart Meter Rollout

1. Februar 2017, 11:40 Uhr | Hagen Lang
Schaubild: Das künftige intelligente Messsystem
© FNN

In diesem Jahr beginnt der Rollout intelligenter Messsysteme in Deutschland. Der VDE|FNN unterstützt ihn mit mit zahlreichen Vorarbeiten, Qualitätssicherungsverfahren, Konformitätsnachweisen und Technologietests.

Wenn das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Smart Meter Gateways von mindestens drei Herstellern sicherheitstechnisch zertifiziert hat, kann der Smart Meter Rollout in 2017 beginnen. Der VDE|FNN hat Funktionen für Smart Meter in Form von Lastenheften standardisiert.

»Die FNN-Lastenhefte sind die Grundlage für interoperable und austauschbare Geräte, so dass Nutzer zwischen den Geräten unterschiedlicher Hersteller wählen können«, sagt FNN-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Küppers. Mit dem Rollout, so Dr. Küppers, »bekommt Deutschland eine moderne Infrastruktur zur Verbrauchsmessung von Strom, zur Kundeninformation und zur Flexibilisierung von Verbrauch und Erzeugung im Rahmen der Energiewende«. Neues hierzu, sowie den Aktivitäten des FNN wird auf dem FNN-Fachkongress »Zählen | Messen | Prüfen« (ZMP) am 10. und 11. Mai 2017 in Leipzig diskutiert.

Einige Netzbetreiber starten den Rollout bereits im ersten Halbjahr 2017 mit dem Austausch analoger Ferraris-Zähler gegen elektronische Stromzähler. Sukzessive folgt dann der Einbau intelligenter Messsysteme bei Verbrauchern über 10.000 kWh pro Jahr und großen EEG-Anlagen mit 7 bis 100 kW Leistung und ab 2021 bei Verbrauchern > 6.000 kWh. »Damit«, so Ansgar Hinz, Vorstandsvorsitzender des VDE, »bekommt Deutschland eine moderne Infrastruktur zur Verbrauchsmessung von Strom, zur Kundeninformation und zur Flexibilisierung von Verbrauch und Erzeugung im Rahmen der Energiewende.«

Aktuell überprüft der VDE|FNN die Konformität von Geräten gemäß der FNN-Spezifikationen und koordiniert eine bis Ende 2017 laufende Testphase, in der das Zusammenspiel von Geräten unterschiedlicher Hersteller mit großen Nutzergruppen geprüft wird. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Standardisierungen des VDE|FNN ein.

Noch in Entwicklung befinden sich Steuerboxen, mit denen dezentrale Erzeugungsanlagen künftig gesteuert werden sollen. »Damit soll in der Niederspannung eine Infrastruktur entstehen«, sagt FNN-Vorstandsvorsitzender Dr. Küppers, »über die für die Energiewende notwendige Flexibilitätspotenziale gehoben werden können«.

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