Umfrage

Verbraucher-Interesse an Smart Meter steigt (langsam)

25. November 2020, 12:32 Uhr   |  Hagen Lang

Verbraucher-Interesse an Smart Meter steigt (langsam)
© E.ON

Laut einer Umfrage des Verbandes Bitkom steigt bei den Verbrauchern allmählich das Interesse an Smart Metern und deren Anwendungsmöglichkeiten. Um das Interesse weiter zu erhöhen, seien aber schnellstmöglich Smart-Meter-Anwendungen nötig, die „den Menschen einen Mehrwert bieten“, so der Verband.

In der aktuellen Umfrage unter 1.005 Personen in Deutschland im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom können sich 4 von 10 (41 Prozent) Menschen in Deutschland vorstellen, einen Smart Meter zu nutzen. Zu Jahresbeginn lag der Wert erst bei 36 Prozent. Dabei geben wie zu Jahresbeginn 42 Prozent an, noch nie etwas von Smart Metern gehört oder gelesen zu haben.

„Smart Meter machen unsere Energie-Infrastruktur intelligent. Das ist eine entscheidende Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Um das Interesse der Bürger noch weiter zu erhöhen, brauchen wir schnellstmöglich Anwendungen, die auf die Smart-Meter-Technologie aufsetzen und den Menschen einen Mehrwert bieten.“

Von den aktuell Smart Meter Nutzenden oder an ihnen Interessierten wollen 73 Prozent sie für die kontinuierliche, verbrauchgenaue Stromabrechnungskontrolle nutzen und 63 Prozent möchten mit ihnen Geräte mit hohem Stromverbrauch identifizieren. Jeder Fünfte erklärt, grundsätzlich die neueste Technik gerne im Haus haben zu wollen. Nur 7 Prozent interessieren sich für die Möglichkeit, Informationen zum Befinden älterer oder kranker Angehöriger bei abweichenden Tagesablaufsroutinen per Smart Meter zu erhalten (Ambient Assisted Living), fünf Prozent möchten  über sie Verbrauchsprodukte wie Waschmittel automatisch nachbestellen, wenn Geräte eine Anzahl bestimmter Durchläufe absolviert haben.

Unter den nicht an Smart Metern Interessierten sehen 39 Prozent keinen Nutzen in Ihnen, 30 Prozent sind sie zu teuer, 26 Prozent finden Einbau und Installation zu teuer, 20 Prozent haben Angst vor Datenmissbrauch und 19 Prozent interessieren sich gar nicht für Smart-Home-Anwendungen. Das Hacker die Geräte angreifen könnten, fürchten 12 Prozent und 9 Prozent halten die Technik insgesamt noch nicht für ausgereift.

Die Fragestellungen bei der unter 1.005 Personen in Deutschland durchgeführten Telefonumfrage lauteten: „Haben Sie schon einmal von Smart Metern gehört?“, „Nutzen Sie in Ihrem Haushalt bereits einen Smart Meter oder können Sie sich vorstellen, einen Smart Meter zukünftig zu nutzen?“, „Aus welchen Gründen können Sie sich vorstellen, einen intelligenten Verbrauchszähler zu nutzen bzw. aus welchen Gründen nutzen Sie bereits einen?“ und „Aus welchen Gründen möchten Sie keinen intelligenten Verbrauchszähler nutzen?“

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