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Forschungsergebnisse: e-Mobility-as-a-Service funktioniert

Können Elektromobile in eine gewerbliche Flotte wirtschaftlich sinnvoll integriert werden? Diese Frage untersuchten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit Partnern im Projekt eMobility-Scout. Ein geeignetes IT-System vorausgesetzt, lautet die Antwort »Ja«.

Konzept Bildquelle: © eMobility-Scout

Zur Integration von Elektromobilen in die BVG-Flotte kam seit August vergangenen Jahres eine cloudbasierte IT-Lösung für Betrieb und Verwaltung der Fahrzeuge und der unternehmenseigenen Ladeinfrastruktur zum Einsatz. »Wir haben unter Beweis gestellt, dass ein regional tätiges Unternehmen seine PKW-Flotte wirtschaftlich auf Elektroantriebe umstellen kann. Ein integriertes IT-System ist hier Voraussetzung für ein effizientes Pooling«, resümierte Heinrich Coenen, Projektleiter bei den Berliner Verkehrsbetrieben.

eMobility-Scout umfasst ein aus fünf Partnern bestehendes Konsortium, die Carano Software Solutions GmbH, das Fraunhofer IAO, die TU Dresden, die in-integrierte Informationssysteme GmbH sowie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und einen Anwenderkreis mit weiteren Partnern.

»Die wirtschaftliche Nutzung der E-Mobilität ist das wichtigste Argument für eine schnelle Verbreitung«, sagt Frank Meißner, Projektleiter beim Konsortialführer Carano Software Solutions. »Noch vor der Komplexität der Nutzung bildet diese das größte Hemmnis bei den Unternehmen. Beide Faktoren hängen eng miteinander zusammen. Wir haben die verschiedenen komplexen Teilfunktionen so integriert, dass diese von den Anwendern als eine Applikation wahrgenommen werden.«

Das Lade- und Energiemanagement stellte für das Projekt eine der wichtigsten Aufgaben dar. »Betriebsprognosen für Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Energiebedarf sowie Abweichungen davon lassen sich aus den gewonnen Daten unseres Projektes sehr gut ableiten«, kommentiert Siegfried Wagner vom Projektpartner in-integrierte Informationssysteme GmbH. »Damit wird die Grundlage für den netzdienlichen und energiekostenoptimierten Einsatz der Elektromobilität geliefert.«

Reservierungen, Ladezyklen sowie deren Abrechnung, Störungen, Energiestatus und andere Daten sind zentral ersichtlich und werden mit aus anderen Systemen beschafften Vorgaben für den Lade-notwendigen Energieeinsatz nebst kostenmäßiger Bilanzierung integriert.

Das Projekt könnte im Rahmen des  §14 EnWG (Verordnungsermächtigung für steuerbare Verbrauchseinrichtungen in der Niederspannung des Energiewirtschaftsgesetzes) dienlich sein, welcher bereits 2016 beschlossen wurden, sich aber noch in der Umsetzung befindet. Insbesondere die netzdienliche Integration von Fahrzeugpools zum Lastmanagement scheint hier vielversprechend.