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Daten aus dem vernetzten Fahrzeug: Wie innovative Geschäftsmodelle in Gang kommen

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Hohe Anforderungen an die Aktualisierungsfrequenz

Ergebnisse der Studie: Wie wichtig sind welche Aspekte? Bildquelle: © Angela Recino Bewegte Kommunikation

Ergebnisse der Studie: Wie wichtig sind welche Aspekte?

Erstaunlich detailliert und anspruchsvoll waren die Anforderungen in der Frage der gewünschten Datenaktualisierungs-Frequenz, die für mehr als 80 Prozent der Datenpunkte formuliert wurden, allen voran für die Position, Geschwindigkeit und Beschleunigung des Fahrzeugs sowie den aktuellen Kilometerstand und Batteriestatus. 36 Prozent der Daten sollten, so der Wunsch der Studienteilnehmer, innerhalb von weniger als einer Sekunde oder oft deutlich häufiger aktualisiert werden, wenn bestimmte Ereignisse wie die Änderung von Einstellungen oder eine bestimmte Art von Fahrzeug(in)aktivität eintreten.

Die Ergebnisse lassen darüber hinaus die Vermutung zu, dass sich viele Unternehmen eher hohe Datenaktualisierungs-Frequenzen wünschen, um auf der sicheren Seite zu sein, auch wenn es aktuelle Geschäftsmodelle und Anwendungsfälle vielleicht nicht unmittelbar erfordern. Klar ist, dass eine Bereitstellung von Daten aus dem Fahrzeug innerhalb von Millisekunden oder auch innerhalb weniger Sekunden aufgrund der Schnittstellen und Zwischensysteme, durch die der Datenpunkt geleitet wird, technisch anspruchsvoll ist und jede Schnittstelle – ob Hersteller, Caruso, Dienstleister oder Endkunde – jeweils eigene Latenzzeiten aufweist.

Für 42 Prozent der Datenpunkte wurden Anforderungen an die Datengenauigkeit geäußert, hauptsächlich in Bezug auf signifikante Zahlen, Entfernungen, Kräfte und Grade, wobei hier die Datenpunkte aus der Kategorie „Vehicle Position, Movement and Surroundings“ (Position, Bewegung und Umgebung des Fahrzeugs) im Fokus standen.

Beim Datenformat waren sich die Teilnehmer für den Großteil der Datenpunkte weitestgehend einig. Unterschiedlich waren die Anforderungen lediglich bei insgesamt 10 Datenpunkten, allen voran bei der Angabe der Fahrzeugbeschleunigung (m/s² oder g0), der aktuellen „GPS-Position & aktuelle Zeit“ (zu 10 m genau oder 6 Stellen hinter dem Komma) oder die „Zeit bis zum nächsten benötigten Ölwechsel“ (Zieldatum oder Anzahl verbleibende Tage).

Darüber hinaus forderten die Befragten weitere 125 zusätzliche Datenpunkte aus dem Fahrzeug an, darunter „Gefahrene Strecke einer Reise“ und „Akkukapazität“. Die Ergänzungen betrafen vor allem die Kategorie „Fahrzeug“ und hier den „Hardware des Antriebsstrangs", darunter Daten rund um die Zündung, Abgasanlage, Getriebe oder Batterie.