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Dank intelligentem Ladenetz: E-Autos bis fünf Mal schneller laden

Schnelles Laden, maximale Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien und gleichmäßige Netzauslastung: Vattenfall zeigt, wie es geht.

Eine der 900 Ladestation des Flexpower-Netzes in Amsterdam. Flexpower passt die Ladegeschwindigkeit auf den Stromverbrauch und die Erzeugung erneuerbarer Energien an. Bildquelle: © Vattenfall

Eine der 900 Ladestation des Flexpower-Netzes in Amsterdam. Flexpower passt die Ladegeschwindigkeit auf den Stromverbrauch und die Erzeugung erneuerbarer Energien an.

Vattenfall betreibt ab sofort das größte öffentliche Ladenetz für Elektrofahrzeuge in Amsterdam. An »Flexpower« sind zudem die Stadt Amsterdam der örtliche Netzeigentümer Liander, das Infrastruktur-Kompetenzzentrum Elaad sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaften Amsterdam beteiligt.

Insgesamt hat Vattenfall 456 Ladestationen mit 912 Ladepunkten – ein Drittel aller Ladestationen für Elektroautos in der Stadt – technisch aufgerüstet und an das intelligente Ladenetz von Flexpower angeschlossen.

»Flexpower Amsterdam ist ein intelligentes Netz von Ladestationen, das bei Sonnenschein das schnellere Laden von Elektroautos ermöglicht. Hierbei wird vor allem lokal erzeugter erneuerbarer Strom aus Haushalten in der Nachbarschaft verwendet. Dadurch verringert sich der Bedarf an Investitionen in das Stromnetz und macht die Lösung für viele Großstädte Europas zu einem Vorbild«, sagt Tomas Björnsson, Leiter E-Mobilität von Vattenfall.

Intelligentes Laden – Verringerung der Spitzenlast

Während die Stadt Amsterdam wächst, steigt gleichzeitig die Belastung des Stromnetzes während der Spitzenzeiten am Morgen oder frühen Abend um das 2,5- bis 5-fache. Ein Teil dieser zunehmenden Belastung entsteht dabei durch das Laden von Elektrofahrzeugen. Daher ist ein intelligentes Laden erforderlich, um die Spitzenlast des Stromnetzes zu verringern.

Flexpower wurde entwickelt, um die verfügbare Netzkapazität optimal zu nutzen, indem die Ladegeschwindigkeit auf den Stromverbrauch und die Erzeugung erneuerbarer Energien abgestimmt wird. Die Ladestationen liefern etwas weniger Strom in den Stunden, in denen die Haushalte viel Energie benötigen, normalerweise zwischen 18:00 und 21:00 Uhr, und mehr, wenn der Energieverbrauch niedrig oder viel lokal produzierter Sonnenstrom vorhanden ist. Da die meisten Elektroautos außerhalb der Stoßzeiten aufgeladen werden, profitieren Elektroautofahrer währenddessen von der schnelleren Aufladung.

Im vergangenen Jahr wurde Flexpower an 52 Ladestationen mit 104 Ladepunkten getestet. Die Ladestationen befanden sich in Amsterdamer Stadtteilen, in denen viel erneuerbare Energie erzeugt wird.

3 x 35 A pro Ladestation

Um eine zeitweise schnellere Ladung zu ermöglichen, wurde die Kapazität der Flexpower-Ladestationen um 40 Prozent erhöht. Eine normale Ladestation liefert 3 x 25 Ampere. Die Flexpower-Ladestationen können 3 x 35 Ampere liefern und diese intelligent auf die angeschlossenen Fahrzeuge verteilen. Es ist möglich, bis zu 5 Mal so schnell zu laden – abhängig von der Kapazität des Autos und der Batterie. Die nächste Generation vollelektrischer Autos mit größerem Akku und höherer Ladegeschwindigkeit wird am meisten profitieren.

Die Flexpower-Ladestationen sind so eingestellt, dass sie auf Basis der täglichen Prognose der Solarenergie und der Netzlasten gesteuert werden können. Die Nutzung von Energie aus der Nachbarschaft und ein flexibles Laden helfen, die wachsende Nachfrage nach Strom besser zu verteilen.