Nationaler Strategierahmen

Aufbau deutscher E-Mobility-Ladeinfrastruktur beschlossen

15. November 2016, 12:43 Uhr   |  Hagen Lang

Aufbau deutscher E-Mobility-Ladeinfrastruktur beschlossen
© Hagen Lang

Für die alltagstaugliche Nutzung von E-Fahrzeugen muss die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur erheblich verbessert werden. Einen Schritt in diese Richtung unternimmt die Bundesregierung jetzt mit dem »Nationalen Strategierahmen für den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe«

Das Bundeskabinett hat den »Nationalen Strategierahmen über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe« beschlossen. Teil derselben sind 300 Millionen Euro Fördermittel, die bis 2020 in die Errichtung von 5.000 Schnell- und 10.000 normalen Ladesäulen fließen.

Der Nationale Strategierahmen (NSR) formuliert die Ziele und Maßnahmen Deutschlands für den Infrastrukturaufbau der alternativen Kraftstoffe Strom, Wasserstoff und Erdgas. Deutschland erfüllt damit eine Vorgabe der EU-Richtlinie 2014/94/EU.Verkehrsminister Dobrindt erklärte: »Wir unterstützen den Hochlauf der alternativen Antriebe. Wir wollen diese Entwicklung an der Spitze gestalten.

Der Schlüssel dafür ist der Aufbau einer flächendeckenden Lade- und Tankinfrastruktur – für alle Verkehrsträger und wesentlichen Technologien: Elektromobilität, Brennstoffzelle und Erdgas. Wir haben deshalb mit dem Nationalen Strategierahmen eine Infrastrukturoffensive für die Antriebswende gestartet – und setzen uns mit rund einer Milliarde Euro an Investitionen europaweit an die Spitze.«

Von den Investitionen in Höhe von 1 Milliarde Euro fallen 300 Millionen auf das Förderprogramm Ladeinfrastruktur Elektromobilität, 140 Millionen auf das Förderprogramm »Elektromobilität vor

 

Ort«, 247 Millionen auf das »Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie« (NIP) und 268 Millionen auf die »Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie«.

Alle bewirtschafteten Autobahnrastanlagen sollen mit Schnellladesäulen ausgestattet werden. 35 Millionen Euro jährlich sollen aus dem Programm »Elektromobilität vor Ort« u.a. den Kommunen bei der Beschaffung von Elektrofahrzeugen und der hierfür nötigen Ladeinfrastruktur helfen.

Bis 2023 soll ferner das deutsche Wasserstofftankstellennetz auf insgesamt 400 Stationen und bis 2025 ein Basisnetz von LNG-Tankstellen (verflüssigtes Erdgas) für den schweren Straßengüterverkehr entlang des TEN-V-Kernnetzes entstehen.

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