In Zusammenarbeit mit Cannondale

Bosch baut Elektroantriebe für E-Bikes

28. Mai 2010, 9:50 Uhr | Heinz Arnold

Mit einem neuen Hochleistungsantrieb für E-Bikes steigt Bosch in die Radbranche ein. Ziel ist es, in dem wachstumsträchtigen Geschäftsfeld eine führende Position einzunehmen. Partner für die Systementwicklung der ersten Generation ist Cannondale, Marke der Cycling Sports Group (CSG), die zu Dorel Industries gehört

»Wir können die im Automobilbereich erworbenen Schlüsselkompetenzen nutzen, beispielsweise für elektronische Regelungstechniken«, sagt Rainer Jeske, Leiter Bosch Powertrain Systems E-Bike.  Synergien ergeben sich auch zu weiteren Bereichen von Bosch. Das Battery Pack beispielsweise nutzt die gleiche Lithium-Ionen-Technik wie auch der Mini-Akkuschrauber Ixo, der damit zum meistverkauften Elektrowerkzeug der Welt wurde. Bereits gewonnene Erfahrungen im Bereich Qualität und Zuverlässigkeit gehen so in den neuen Sektor ein.
Neben weiteren Markenherstellern wird Cannondale die ersten E-Bikes mit Bosch-Antrieb Anfang September 2010 auf der internationalen Fahrrad-Leitmesse Eurobike in Friedrichshafen präsentieren.
Sitz des neuen E-Bike-Produktbereichs von Bosch ist Reutlingen. Die Komponenten des Systems sind der Antriebsblock (Drive Unit) mit Sensoren, das Battery Pack inklusive Ladegerät und der Bediencomputer am Lenker (HMI, Human-Machine Interface).


Systemtechnik mit Spielraum für vielseitige E-Bike-Konzepte


Fahrradhersteller erhalten mit dem modularen Bosch-Elektroantrieb neue Möglichkeiten zur Differenzierung. So gibt der geringe Platzbedarf der Systemkomponenten neuen Gestaltungsspielraum, etwa beim Design und bei der Platzierung des Battery Packs. Der kräftige Motor an tiefem Fahrzeugschwerpunkt, das niedrige Gesamtgewicht und das leistungsstarke Battery Pack von Bosch sorgen für eine gute Fahrleistung.
Für den Fahrer des E-Bikes ist es entscheidend, dass die Steuerung automatisch erkennt, in welcher Situation sie den Motor zuschalten soll, um das treten zu erleichtern. Diese Aufgabe übernehmen im Bosch-Antrieb drei Sensoren für Trittkraft, Trittfrequenz und Fahrgeschwindigkeit. Abhängig von den Sensordaten berechnet das integrierte Steuergerät, wie stark der Elektromotor »mit in die Pedale treten soll«. Die individuelle Einstellung des Unterstützungsgrads wählt. Der Radfahrer kann in vier Stufen wählen, wie stark der Motor ihn unterstützen soll. Die Steuerung sorgt darüber hinaus für die jeweils optimale Reichweite.
Die Markteinführung des Elektroantriebes bekleidetet Bosch mit einem Servicekonzept begleitet, das die globale Ersatzteilversorgung gewährleistet, mit  Schulungsangebote für Hersteller und Fachhandel sowie einer Hotline.  

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