Optimiertes Lastmanagement

GridX und ChargeOne treiben Ausbau der Ladeinfrastruktur voran

18. November 2022, 9:34 Uhr | Kathrin Veigel
ChargeOne GridX Ladeinfrastruktur
Die Energiemanagement-Lösung von GridX kommt ab sofort bei Ladeinfrastruktur, installiert und betrieben durch ChargeOne, zum Einsatz.
© ChargeOne

Der Ladelösungens-Spezialist ChargeOne und GridX, Smart-Grid-Experte und Startup aus Aachen, wollen gemeinsam das Energiemanagement von Ladeinfrastruktur optimieren. Dafür integriert ChargeOne die IoT-Plattform Xenon von GridX. Dies ermöglicht ein lokales Lastmanagement mit digitalem Zugriff.

Die Lösung, die für ein optimiertes Energiemanagement bei Ladeinfrastrukturprojekten sorgen soll, basiert auf der IoT-Plattform Xenon von GridX und wird ab sofort bei den Projekten von ChargeOne eingesetzt. Die Installation des IoT-Gateways GridBox ermöglicht ein lokales Lastmanagement mit digitalem Zugriff, über das die Kunden von ChargeOne Lastgänge über die Cloud auslesen und Ladevorgänge steuern können.

Durch das Energiemanagementsystem von GridX kann der Charge Point Operator aus München künftig skalierbarere Ladeinfrastruktur bei gleichen Netzvoraussetzungen in kürzerer Zeit bauen. Die beiden Firmen haben dafür eine Partnerschaft mit einer vorläufigen Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Die ersten vier Ladeparks mit insgesamt über 150 Ladepunkten hat ChargeOne bereits mit GridX-Technik ausgerüstet. Bis Ende 2023 werden rund 190 weitere Standorte mit GridBoxen ausgestattet, darunter auch Hotels der Kette B&B Hotels.

Mit der rapide steigenden Nachfrage nach Elektromobilität wachsen auch die Anforderungen an die Netzinfrastruktur, die jedoch nicht für die hohen Lasten ausgelegt ist. »Die deutschen Stromnetze und Netzanschlusspunkte sind aufgrund des schleppenden Netzausbaus heute immer noch nicht für große Lasten ausgelegt. Dazu kommen lange Wartezeiten und hohe Kosten für den Ausbau des Netzanschlusspunkts. Um Kosten zu optimieren, die Sicherung vor Überlast zu schützen und mehr Ladepunkte an einem Standort zu ermöglichen, empfiehlt sich der Einsatz eines intelligenten Lastmanagements«, sagt David Balensiefen, Gründer und Managing Director bei GridX.

Smartes Lastmanagement für skalierbare Ladeinfrastruktur

Teil des von GridX entwickelten Energiemanagementsystems ist ein smartes dynamisches Lastmanagement. Lasten werden überwacht und so gesteuert, dass weder Sicherungen von Unterverteilungen noch Netzanschlusspunkte überlasten – auch nicht bei einer großen Anzahl Ladepunkte oder vielen parallelen Ladevorgängen.

Existierende Lasten, zum Beispiel von einem Gebäude oder einer Produktion, schwanken über den Tag hinweg. Dadurch verändert sich die Menge der zur Verfügung stehenden Leistung. Ein dynamisches Lastmanagement erlaubt die lokale Überwachung des Standortes in Echtzeit, um die zur Verfügung stehende Leistung intelligent zu steuern und damit optimal auszunutzen. So können bis zu achtmal mehr Ladepunkte an einem Standort realisiert werden.

Ein smartes Energiemanagement ermöglicht neben Überlastschutz auch eine größere Skalierbarkeit der Ladeinfrastruktur, da Liegenschaften mit begrenzten Netzkapazitäten ohne zeit- und kostenintensive Baumaßnahmen mit Ladeinfrastruktur ausgestattet werden können.


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