Bahn, Fahrrad oder Auto?

Mit Künstlicher Intelligenz besser ans Ziel kommen

23. Februar 2022, 15:18 Uhr | Kathrin Veigel

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Nachhaltige Verkehrsplanung dank Mobilitätsdatenbank

Die INIT entwickelt integrierte Soft- und Hardware-Lösungen für die gesamte Prozesskette im öffentlichen Nahverkehr. Eines der wichtigsten Werkzeuge von Verkehrsunternehmen ist die Leitstellen-Software (genannt ITCS). Diese erlaubt eine Echtzeit-Überwachung ihrer Fahrzeuge und ermöglicht im Bedarfsfall das Auslösen sogenannter dispositiver Maßnahmen (wie etwa Umleitungen). Das ITCS ist gleichzeitig für die Verteilung relevanter Daten wie Echtzeit-Informationen an das Fahrgastinformationssystem und Fahrgastzahlen aus den Zählsystemen an das Statistik-Tool zuständig. Damit ist das ITCS ein wertvoller Datenlieferant.

INIT wird im Projekt DAKIMO die verschiedenen Daten, die in der Leitstellen-Software zusammenlaufen, mit im Projekt gewonnen ÖPNV-externen Daten anreichern und für externe Systeme interpretierbar machen. Ziel ist es, über die dadurch entstehende umfassende Mobilitätsdatenbank, Einsichten in die Mobilitätsprozesse des Verbundes zu gewinnen und Verkehrsbetriebe in die Lage zu versetzen, ihr Angebot an das intermodale Umfeld anzupassen und Mobilitätsverhalten von Nutzerinnen und Nutzern im Sinne der Nachhaltigkeit zu fördern.

Inovaplan beforscht die Integration der Ergebnisse in die Verkehrsplanungspraxis vor allem für Städte und Gebietskörperschaften. Erkenntnisse aus der Nutzung der vielfältigen Datenquellen im Projekt ermöglichen es, kommunale Fragestellungen in der Verkehrsplanung und -steuerung zukünftig besser zu beantworten und neue Ideen oder bisher limitierende Möglichkeiten in der Verkehrsmodellierung zu erweitern.

regiomove-App mit offenem, modularem System

Raumobil entwickelt nachhaltige, digitale Internetlösungen im Sharing- und Mobilitätsbereich. Die App regiomove ist aus einem von Raumobil entwickelten Baukastensystem (Mappkit) für Mobilitätsanwendungen entstanden. Charakteristisch für die Produkte ist, dass sie über ein offenes modulares System verfügen, wodurch neue Schnittstellen und Informationen neuer Dienstleister jederzeit eingebunden werden können.

Das ist die Grundlage für die Integration und Nutzbarmachung zusätzlicher mobilitätsrelevanter Datenquellen aus dem Projekt DAKIMO, die das Nutzererlebnis durch Personalisierung sowie die Bereitstellung zusätzlicher Informationsdienste steigern sollen und den Anwendern Zugang zu passgenauen und leicht zugänglichen Mobilitätsangeboten bietet.

»Das DAKIMO-Projekt soll aufzeigen, im welchem Maße Methoden der KI gesellschaftliche Anliegen wie die Mobilitätswende unterstützen, und dabei nachhaltigen, nachweisbaren Mehrwert schaffen können«, sagt Gesamtprojektleiter Dr. Thomas Usländer vom Fraunhofer IOSB. 


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