Urbane Mobilität der Zukunft

München lässt Ridepooling-Szenarien entwickeln

23. Februar 2023, 9:48 Uhr | Irina Hübner
Innenansicht eines Fahrzeugs von MOIA.
© MOIA

Ein Konsortium aus MOIA, dma – digital mobilities consultants – und der TUM entwickeln Betriebskonzepte für mögliche On-Demand-Services in der bayerischen Landeshauptstadt. Verschiedene Szenarien mit fahrer:innenbetriebenen und automatisierten Fahrzeugflotten sind dabei denkbar.

In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (TUM) und dem Beratungsunternehmen dmo – digital mobilities consultants unterstützt der Ridepooling-Anbieter MOIA die Landeshauptstadt München seit Ende letzten Jahres bei der Umsetzung der Mobilitätsstrategie.

Der Ausbau der Shared Mobility ist einer der zentralen Bestandteile der Mobilitätstrategie 2035, mit der das Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München für die Bürger:innen eine sichere, nachhaltige und effiziente Mobilität sichern möchte. Gut ein Viertel der Wege, die die Menschen bislang im motorisierten Individualverkehr pro Tag in München zurücklegen, soll perspektivisch auf geteilte Mobilitätslösungen verlagert werden.

Ridepooling-Szenarien entwickeln

Das Konsortium aus MOIA, dmo und TUM entwickelt dafür in den kommenden Monaten im Auftrag der Landeshauptstadt und in enger Abstimmung mit den relevanten Stakeholdern wie der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) Szenarien, die aufzeigen, wie ein Ridepooling-Service in München aussehen könnte, wie er konfiguriert werden kann, welche Entwicklungspotenziale er hat und wie er sich auf das Gesamtverkehrsgeschehen in der Landeshauptstadt auswirkt.

Der Ridepooling-Anbieter MOIA bringt seine langjährige Expertise beim Aufbau und Betrieb großer Ridepooling-Flotten in Hamburg und Hannover in das Projekt ein. Zudem verfügt das Unternehmen durch die MOIA-Begleitforschung über umfassende Daten zur Shared Mobility in Großstädten, auf die MOIA bei der Beratung von Städten zurückgreifen kann.

Die Technische Universität München bringt ihre Expertise im Bereich der Analyse von Verkehrsverhalten sowie der Entwicklung und Anwendung von Verkehrsmodellen in das Konsortium ein. Die Arbeitsgruppe »Verkehrsverhalten« von Prof. Dr. Rolf Moeckel entwickelt ein agentenbasiertes Nachfragemodell für die Metropolregion München, das die künftige Ridepooling-Nachfrage simuliert.

Die dmo - digital mobilities consultants - unterstützt mit ihren Erfahrungen in der Konzeptionierung und Umsetzung von On-Demand-Verkehren aus der Perspektive einer ganzheitlichen Mobilitätsplanung.

Fahrer:innenbetriebene und automatisierte Fahrzeugflotten

Im Detail entwickelt das Konsortium der Technischen Universität München, dmo-digital mobilities consultants und MOIA verschiedene Szenarien, mit fahrer:innenbetriebenen sowie mit automatisierten Fahrzeugflotten. Die Szenarien berücksichtigen verschiedene Faktoren wie zum Beispiel Bediengebietszuschnitte, Flottengrößen oder mögliche Preismodelle.

Damit soll aufgezeigt werden, wie das Zusammenspiel des Ridepoolings optimal mit anderen Verkehrsträgern und Verkehrssystemen in der Stadt funktioniert und der Service bestmöglich dazu beitragen kann, die Mobilitätsnachfrage in München in Zukunft effizient, flexibel und nachhaltig bedienen zu können. Um einzelne Fragestellungen zu bearbeiten, befindet sich das Konsortium in einem engen Austausch mit den relevanten Stakeholdern der Stadt. Das Projekt endet im Juni 2023.


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