Fazua übernommen

Porsche baut eBike-Kompetenz aus

17. Juni 2022, 9:00 Uhr | Heinz Arnold
Ein Taycan Turbo S Cross Turismo mite eBikes von Porsche.
Ein Taycan Turbo S Cross Turismo mite eBikes von Porsche.
© Porsche

Prosche übernimmt Fazua, einen Hersteller besonders leichter und kompakter Antriebssysteme für eBikes.

Damit will Porsche seine eBike-Kompetenz weiter ausbauen. »Mit Fazua haben wir einen starken Partner mit viel Erfahrung in der Fahrradindustrie gefunden«, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Porsche und Vorstand Finanzen und IT. »Bei Fachleuten ist Fazua als Begründer der Kategorie der ‚light eBikes‘ bekannt – ein Unternehmen mit hoher Innovationskraft, das perfekt zum Pioniergeist der Marke Porsche passt.«

Nach dem Einstieg mit einer 20-prozentigen Beteiligung im Januar dieses Jahres übernimmt Porsche nun alle Anteile an Fazua. Das Unternehmen ist in Ottobrunn bei München ansässig und gilt als ein Pionier in der Entwicklung von leichten und kompakten Antriebssystemen. Erst vor kurzem hat es seinen innovativen Antrieb Ride 60 vorgestellt. Der Sportwagenhersteller besitzt bereits die Mehrheit an der kroatischen eBike-Marke Greyp.

Perspektivisch sollen die eBike Aktivitäten von Porsche über die Gründung zweier Joint-Ventures mit der niederländischen Gesellschaft Ponooc Investment B.V. zusammengeführt werden. Das erste Gemeinschaftsunternehmen soll eine künftige Generation von hochwertigen Porsche-eBikes entwickeln, herstellen und vertreiben. Das zweite Joint Venture wird sich auf technologische Lösungen für den schnell wachsenden Markt der Mikromobilität konzentrieren.

Unabhängig von den Joint Venture-Aktivitäten arbeitet Porsche bei seinen aktuellen eBike-Modellen weiterhin mit dem langjährigen Partner Rotwild zusammen. Im März 2021 brachte das Unternehmen mit dem Porsche eBike Sport und dem eBike Cross seine Interpretation exklusiver Elektrofahrräder auf den Markt.


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