Neuer ARADEX-Motorenteststand

Prüfstand ermöglicht kürzere Elektromotoren-Entwicklungszeiten

08. September 2020, 12:08 Uhr   |  Hagen Lang

Prüfstand ermöglicht kürzere Elektromotoren-Entwicklungszeiten
© ARADEX AG

Für Elektromotoren aller Topologien bis zu einem Drehmoment von 3500Nm bietet die ARADEX AG jetzt einen technologisch modernen Teststand, mit dem Leistungsmessungen der Komponenten des elektrischen Antriebsstranges gemäß den KBA-Anforderungen ECE R-85 durchgeführt werden können.

Die exakten technischen Parameter von Elektromotoren und Umrichtern zu kennen, ist eine Grundvoraussetzung, um optimal aufeinander abgestimmte Antriebssysteme auslegen zu können. Um die hohen Anforderungen an Präzision zu erfüllen, verfügt ARADEX über einen modernen Motorenteststand, den ARTADEX selbst nutzt und zur Vermietung bereitstellt.

Der Teststand ist geeignet, um Elektromotoren für Arbeitsmaschinen, Nutzfahrzeuge sowie für Schiffe präzise auszulesen. Dabei können drei- und sechsphasige Synchron- und Asynchronmotoren getestet werden. ARADEX stellt den Teststand auch Drittnutzern zur tageweisen Anmietung zur Verfügung. Die Vermietung erfolgt inklusive Fachpersonal, wodurch eine fachkundige Durchführung mit validen Messdaten gewährleistet ist.

Der Teststand von ARADEX ermittelt die Kenndaten von neu entwickelten Elektromotoren und liefert Daten zur Optimierung der Regelstrategien für einen bestimmten Elektromotor. Weiterhin kann eine Datenbasis zur validen Bewertung einer Antriebsauslegung durch Fahr-/Lastprofile geliefert werden. Die Prüfung auf dem Teststand beschleunigt aufwendige Tests am fertigen Fahrzeug und ermöglicht Zeit- und Kostenersparnis in der Antriebsentwicklung.

Der Teststand verfügt über eine robuste, anpassbare Mechanik mit variablem Prüfstandsunterbau sowie Berühr-, Schall- und Berstschutz sowie Funktionen wie z.B. die dynamische Messung des Peak-Moments, motorische und generatorische Wirkungsgradmessungen, Messung von kleiner PWM sowie Messung von drehzahlabhängiger Reibung (Schleppversuch), Messung des Systemwirkungsgrad, drehzahlabhängige Kurzschlussmomente, ECE R-85 Messungen und vieles mehr. Dabei entspricht der Teststand den Sicherheitsrichtlinien der geltenden Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.

Es stehen mehrere Prüfszenarien zur Verfügung: Bei der stationären Messpunkt-Fahrt wird ein vorgegebenes Moment bei einer vorgegebenen Drehzahl eingestellt, wodurch sich die Kenngrößen für Strom, Spannung, Schlupf usw. ermitteln lassen. Vorher definierte stationäre Betriebspunkte werden dann automatisch abgefahren und alle Messpunkte dokumentiert. Bei der automatisierten Kennlinienfahrt werden Drehzahl, Drehmoment oder Stromstärke festgelegt und schließlich über eine per Excel implementierbare Kennlinienfahrt abgefahren.

Weiterhin können Betriebsläufe nach einstellbaren Kenndaten durchgeführt werden, hierfür steht eine Auswahl an hinterlegten Lastprofilen bereit. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Prüfvorgang anhand von Stromtabellen zu erstellen. Bei dieser Möglichkeit werden bei allen Messungen Ströme, Spannungen, Drehzahl und Drehmoment gemessen und protokolliert. Ferner besteht die Möglichkeit, dieselben Betriebspunkte mehrfach hintereinander anzufahren. Unabhängig vom gewählten Prüfszenario können bei allen Messungen Drehzahl, Drehmoment oder die Stromstärke geregelt werden.

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