Autobahn unter Strom

Teststrecke zum induktiven Laden von E-Autos und -Lkw geplant

9. Januar 2023, 14:33 Uhr | Erlangen (dpa)
Bis 2025 soll in Bayern die erste Testrecke für eine elektrifizierte Straße entstehen.
Bis 2025 soll in Bayern die erste Testrecke für eine elektrifizierte Straße entstehen.
© Electreon Electric Road System

Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg planen eine Teststrecke zum induktiven Laden von Elektroautos und -Lastwagen auf einer Autobahn in Nordbayern. Über Spulen unter dem Straßenbelag können sie dann beim Fahren kabellos aufladen.

Ziel des Projekts ist es, einen Standard für die Herstellung der Spulen sowie deren Verbau in die Straße zu etablieren, wie Teamleiter Alexander Kühl vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung mitteilte.

Bis solche Straßen in Serie gebaut werden könnten, dauert es aber noch. Die Projektpartner wollen Mitte 2025 eine 1 km lange Teststrecke in Betrieb nehmen. Wo genau, entscheidet die Autobahnverwaltung später – je nachdem, wo der Straßenbelag sowieso erneuert werden muss.

Spulen im Belag erzeugen dann ein Magnetfeld, das über eine Gegenspule im Fahrzeug Spannung erzeugt und bis zu 125 kW Leistung übertragen können soll. Die Fahrer sollen sich auf diese Weise lange sparen. Für Lastkraftwagen könnten damit kleinere, leichtere Batterien ausreichen.

Zusammen mit den Partnern VIA IMC, Autobahn GmbH, Electreon, Risomat und der TH Nürnberg will der Lehrstuhl die Technologie zur Serienreife bringen. Das Konsortium hat für das Projekt Investitionen von 8 Millionen Euro eingeplant. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.


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Universität Erlangen-Nürnberg, dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH