Intelligenter Geschwindigkeitsassistent

TomTom-Tool erfüllt die ISA-Vorschriften der EU

TomTom Virtual Horizon
Seltener geblitzt werden: TomToms neue Software bewahrt Fahrer davor, Tempolimits versehentlich zu überschreiten.
© TomTom

Die jüngste EU-Verordnung zu intelligenten Geschwindigkeitsassistenten (ISA) sieht vor, dass neue Pkw und Nutzfahrzeuge ab Juli 2022 mit ISA-Systemen ausgestattet sein müssen, um eine Typgenehmigung zu erhalten. Eine neue Software von TomTom bietet OEMs eine Komplettlösung, die ISA-konform ist.

Der Kartierungsspezialist TomTom hat seine Software Virtual Horizon entwickelt, um Automobilhersteller dabei zu unterstützen, die Anforderungen an intelligente Geschwindigkeitsassistenzsysteme (ISA) zu erfüllen. Eine entsprechende Verordnung dazu hat die EU am heutigen Freitag, 12. November, offiziell verabschiedet.

ISA-Systeme weisen Fahrer darauf hin, wenn das Tempolimit überschritten wird und animieren sie dazu, langsamer zu fahren. Die von der Europäischen Kommission (EC) Ende Mai dieses Jahres verabschiedete Gesetzgebung schreibt vor, dass alle neuen Pkw- und gewerblichen Fahrzeugmodelle, die in der Europäischen Union verkauft werden, ab Juli 2022 mit einem ISA-System ausgestattet sein müssen, um die Typgenehmigung zu erhalten. Ab Juli 2024 wird ISA in allen neuen Personenkraftwagen und gewerblichen Fahrzeugen, die in der EU verkauft werden, verbindlich vorausgesetzt. Ähnliche Gesetze werden derzeit auch in Israel, Island, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien diskutiert.

Die neuen Sicherheitsanforderungen folgen Forschungsergebnissen, die gezeigt haben, dass technische Lösungen, die helfen die Geschwindigkeit beim Fahren zu senken, weitreichende Folgen für den Unfallausgang und eine Reduzierung der Verletzungsrate haben.

Gemäß der von der EU vorgeschriebenen Verordnung müssen alle Systeme sowohl hochpräzise explizite als auch implizite Informationen über Verkehrsschilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen in der gesamten EU bereitstellen. Die Europäische Kommission stellt fest, dass »Systeme, die eine Kombination aus einem Kamerasystem, einem globalen Navigationssatellitensystem (GNSS) und aktuellen digitalen Karten verwenden, als der Stand der Technik mit der besten Leistung und höchsten Zuverlässigkeit in der Praxis angesehen werden.«

ADAS-Karte von TomTom ist Grundlage von Virtual Horizon

Virtual Horizon bietet laut Anbieter TomTom Automobilherstellern eine All-in-One-Lösung mit präziser Positionsbestimmung, intelligenter Routenvorhersage und der Horizon-Technologie, die virtuelle Bilder der vorausliegenden Straße liefert und mit Industriestandard-Protokollen konform ist. Die neue Software baut auf der ADAS-Karte von TomTom auf, die von Millionen automatisierten Fahrzeugen weltweit genutzt wird.

Die neue Lösung unterstützt alle Straßenattribute der TomTom-ADAS Karte – darunter Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verkehrsschilder, Steigungen, Kurven, Fahrspurinformationen und Ampeln – für die Implementierung von Level-0- bis Level-2-ADAS-Funktionen; es kann aber auch flexibel ausschließlich für die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen optimiert werden.

Die Software wird in dem vom Automobilhersteller bevorzugten Datenformat ausgeliefert, um eine einfache Implementierung zu ermöglichen. Sie nutzt die vorhandene Konnektivität oder arbeitet vollständig offline, um die Kosten für die Hardware im Fahrzeug so gering wie möglich zu halten.


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