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EEBUS e.V.: Die Macht der Sprache

Die SmarterWorld zeichnete die EEBUS Initiative für die Entwicklung des Interoperabilität herstellenden EEBUS-Standards als „Sprache der Energie“ sowie zugrundeliegender Datenmodelle und Transportprotokolle 2019 mit dem SmarterWorld Preis „Produkt des Jahres“ in der Kategorie „Smart Energy“ aus.

EEBUS Preisverleihung Bildquelle: © SmarterWorld

Josef Baumeister, Geschäftsführer der EEBUS Initiative e.V. (links) freut sich mit Peter Kellendonk, dem 1. Vorsitzenden des Vorstands der EEBUS Initiative und SmarterWorld-/ Markt&Technik-Redakteur Hagen Lang über die Auszeichnung Produkt des Jahres in der Kategorie "Smart Energy".

Geräte- und gewerkeübergreifend energierelevante Geräte, Gebäude, Vehikel und Infrastrukturen kompatibel machen: das ist noch ein Traum, aber auch Voraussetzung für funktionierende Smart Grids, in denen Lasten verschoben, Energienachfrage gemanaged und Leistung dezentral bereitgestellt wird. Für ihre Pionierarbeit bei der Schaffung eines dringend benötigten Standards erhält die EEBUS Initiative 2019 den Preis „Produkt des Jahres“ der SmarterWorld.

„Wir freuen uns sehr,“ sagte Josef Baumeister, Geschäftsführer der EEBUS Initiative e.V., „denn wir haben seit 2012 intensiv daran gearbeitet. Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir deutlich an Fahrt aufnehmen, das macht richtig Spaß.“

Peter Kellendonk, 1. Vorsitzender des Vorstands der EEBUS Initiative, erklärte anlässlich der Preisverleihung in den Räumen der EEBUS Initiative in Köln, die SmarterWorld sei wie der EEBUS breit aufgestellt und passe von daher „perfekt zu unserem Anspruch, das Thema Energiemanagement zu beschreiben. Insofern sind wir da besonders stolz von Ihnen den Preis überreicht bekommen zu haben.“

Dynamisch entwickelt sich der EEBUS derzeit aus mehreren Gründen: „Der Smart Meter Rollout und das, was wir mit EEBUS machen, ergänzen sich perfekt“, so Kellendonk, von dort werde „ein ganz großer Schub“ kommen, zumal Hersteller schon EEBUS Schnittstellen in Intelligente Messsysteme integrierten. Die Elektromobilität werde zusätzliche Dynamik bringen.

Peter Kellendonk: „Wir kommen gerade aus den Niederladen und hatten da ein großes Testival mit dem US-Department of Energy und der Europäischen Kommission und konnten mit den großen Automobilherstellern, internationalen Ladesäulenherstellern, Energiemanagementherstellern und Netzbetreibern zeigen, wie wir, egal ob über ein Gebäude oder über öffentliche Ladeinfrastruktur, Elektro-Fahrzeuge an Stromnetzen anschließen und diese sich immer netzverträglich verhalten.“ Auch der aktuelle „Leitfaden Netzintegration Elektromobilität“ des Forum Netztechnik/Netzbetrieb (FNN) des VDE beschreibt den EEBUS bevorzugt als mögliche Kommunikationslösung für die Netzintegration von Elektromobilität.

Von einem weiteren Erfolg berichtet noch Josef Baumeister: „Wir sind gerade im Europäischen Projekt „Interconnect“ gestartet, in dem wir jetzt mit 50 Partnern zusammen die Interoperabilität voran bringen.“ Im Bereich Energiemanagement handelt es sich bei Interconnect um das mit 30 Millionen Euro größte EU-geförderte Projekt überhaupt. 12 großangelegte Pilotprojekte in sieben EU-Ländern erproben und entwickeln hier bis 2023 interoperable Vernetzungstechnologien sowie einen Marktplatz für Smart Energy Anwendungen und Dienste. Der EEBUS definiert dabei federführend die interoperablen Use-Cases der Pilotprojekte. Die Interoperabilität wird dann erstmals „europaweit“ hergestellt, freut sich Josef Baumeister.