Diehl-Gruppe: Fusion mit Energiedienstleister

Diehl Metering übernimmt EVB Energie AG

01. Juni 2010, 17:32 Uhr   |  Nicole Wörner

Die Diehl Metering GmbH hat den nordrhein-westfälischen Energiedienstleister EVB Energie AG aus Velbert übernommen. Im Rahmen dessen wurden die Aktivitäten der bisherigen Diehl Energy Solutions und der EVB Energie AG unter der neuen Firmierung EVB Energy Solutions GmbH (EVB) gebündelt.

Die Gruppe will sich mit der Übernahme weltweit als Multi-Utility-Anbieter für Smart Metering positionieren und sich damit im Energiemarkt neu aufstellen.

»EVB Energy Solutions soll sowohl unseren Bereich Metering stärken als auch das Portfolio um das Thema Dienstleistung, Abrechnungs- und Kundenmanagement vervollständigen«, erklärt Johannes Sappa, Sprecher der Geschäftsführung der Hydrometer GmbH und der Diehl-Metering-Gruppe. »Die bisherigen Unternehmenseinheiten von Diehl Metering bringen Know-how bei der Entwicklung und Produktion von Zählern mit, die EVB die Praxiserfahrung bei der Einführung von Smart-Metering-Projekten in die IT- und Prozesslandschaft von Energieversorgern sowie die nötigen Prozesskenntnisse. Zusammen können wir jetzt alle Smart-Metering-Produkte und -Dienstleistungen aus einer Hand anbieten.« Auch der EVB-Vorstandsvorsitzende Johannes Alte-Teigeler, der bei EVB als Sprecher der Geschäftsführung verantwortlich zeichnen wird, unterstreicht: »Mit der neuen EVB Energy Solutions GmbH wachsen zwei führende Unternehmen im Bereich Smart Metering zusammen.« Als weiterer Geschäftsführer wurde Rolf Benken, bisher Vorstand der EVB, ernannt.

Die beiden Partner sehen im Smart-Metering-Bereich ein enormes Marktpotenzial.

Zwar zögern viele Energieversorger und Netzbetreiber immer noch, Smart Metering flächendeckend in ihren Versorgungsgebieten einzusetzen, der Handlungsbedarf ist jedoch eindeutig da: Seit dem 1. Januar 2010 sind Smart Meter in Neubauten und bei Gebäudemodernisierungen Pflicht. Flächendeckend soll die Technologie, so fordert es die Europäische Union, bis 2022 ausgebaut sein. »Doch es ist nicht der politische Wille allein, der Smart Metering fordert – auch der Markt selbst bietet enorme Chancen«, so Alte-Teigeler. »Hier steht die Prozessoptimierung der Netzbetreiber im Vordergrund, ebenso die Entwicklung neuer Produkte der Energieversorger. Und letztendlich stellt Smart Metering die Basis für Home Automation, Smart Grid und E-Mobility dar.« Sappa sieht für die EVB im bundesweiten Markt für Energiedienstleistungen und -effizienzprodukte mit circa 135 Millionen Endgeräten und einem geschätzten Investitionsvolumen von rund 162 Milliarden Euro ein großes Potenzial für die nächsten zehn Jahre.

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