Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE)

EU-Pläne für eine schnelle Energiewende sind hochwillkommen

9. März 2022, 16:32 Uhr | Kathrin Veigel
Bundesverband Erneuerbare Energie EU-Kommission
Die EU-Kommission will für Unabhängigkeit von russischem Erdgas werden, was auf die volle Zustimmung des BEE stößt.
© Pixabay

Die Europäische Kommission hat ein Maßnahmenpaket zur Reduzierung der Abhängigkeit von russischen Erdgasimporten beschlossen, das auch eine deutliche Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien in der EU beinhaltet. Der BEE begrüßt die Pläne und fordert deren schnelle Umsetzung.

Neben der Forderung, die Pläne der EU-Kommission in allen Mitgliedsstaaten der EU zügig in die Realität umzusetzen, sieht der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) auch eine zügige Verabschiedung der relevanten Richtlinien und Verordnungen für unerlässlich an. Dabei sollte auch das Ambitionsniveau für den Ausbau der Erneuerbaren bis 2030 auf mindestens 45 Prozent weiter angehoben werden.

»Die Dynamik bei den Erneuerbaren Energien zu erhöhen und diese als Schlüsselfaktor für die Energiewende zu nutzen, sowie Maßnahmen aus dem Fit-for-55-Paket zeitlich vorzuziehen, ist nicht nur aufgrund der derzeitigen weltpolitischen Krisenlage der einzig richtige Weg, sondern auch aus Klimaschutzgründen. Erneuerbare Energien sind unabhängig von politischen Spannungen in jedem Land verfügbar und reduzieren deutlich die Abhängigkeiten von Importen«, meint BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter.

Zudem wirkten sie durch den preissenkenden Effekt dämpfend auf die durch fossile Energien getriebenen Energiepreise. Dafür müssten nun die Verfahren vereinfacht und intelligente Förderregelungen schneller eingeführt und umgesetzt werden. »Das Vorziehen des Ausbaus von geplanten Anlagen im Bereich Wind und Photovoltaik ist dabei ebenso zu begrüßen wie die vorzeitige Installation von zehn Millionen Wärmepumpen in den nächsten fünf Jahren und die größere Ambition bei Biogas und Grünem Wasserstoff«, so Dr. Simone Peter weiter.

Die Steigerung der Ambitionen im Bereich Biogas auf das Doppelte bis 2030 und Grünem Wasserstoff auf das Dreifache und der entsprechend geplante Ausbau der Infrastruktur seien laut BEE notwendig, um die Abhängigkeit von Importen zu beenden. Beim Biogas gehe es dabei nicht nur um die Einspeisung von Biomethan in Gasnetze, sondern ebenso um die dezentrale und damit erzeuger- und verbrauchernahe Nutzung von Biogas. 

Die sei jetzt rasch in den nationalen Gesetzgebungen wie der deutschen EEG-Novelle umzusetzen. Auch die Ankündigung der EU-Kommission, notwendige Beihilfegenehmigungen in kurzer Zeit und situationsangemessen zu erteilen, findet die ausdrückliche Zustimmung des Verbandes. 


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