Thüga Smart-City-Reallabor

Smarte Parkraumbewirtschaftung in Koblenz

09. Juni 2020, 14:39 Uhr   |  Hagen Lang

Smarte Parkraumbewirtschaftung in Koblenz
© Thüga AG

Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) und die Thüga testen in Koblenz Smart-City-Lösungen in einem Reallabor. Eine Straße erhält ein Parkraumüberwachungs- und –leitsystem, Ladeinfrastruktur für Elektroautos, sowie Emissions- und sonstige Sensoren, die verschiedene Messgrößen er- und übermitteln.

In der Löhrstraße in Koblenz wird das Projekt Smart Parking realisiert. Dazu werden in einem Teil der Straße die Straßenlaternen mit Overhead-Sensoren ausgestattet. Zusammen mit LoRaWAN-Parksensoren im Boden übermitteln sie Autofahrern u.a. per digitalen Anzeigetafeln an den Kreuzungen und über App die Summe freier Parkplätze in der Straße. Ziel ist es, den Parksuchverkehr und Schadstoff-Emissionen zu verringern.

Über LoRaWAN und andere Mess-Anwendungen kann auch die Luftqualität überprüft und die Zahl der Radfahrer und Fahrzeuge festgehalten werden. In einem weiteren Projektschritt werden die Straßenlaternen zu einer schnellen Ladeinfrastruktur für E-Autos ausgebaut und eine Informations-Station für die Passanten der nun “Klimastraße” getauften Löhrstraße eingerichtet. 

Der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner erklärt: „Gerade in der Innenstadt macht alleine der Parkplatzsuchverkehr einen nicht zu unterschätzenden Teil des gesamten Autoverkehrs aus. Hier intelligente Problemlösungen zu finden wird ein Pro für Autofahrer, Anwohner und Umwelt sein. Wir sind sehr gespannt auf das Reallabor.“ 

Aktuell werden noch die genauen Standorte für die Sensoren und IoT-Schnittstellen abgestimmt, im Juni beginnt der Aufbau des Reallabors. Der Testbetrieb für die verschiedenen Anwendungsfälle wird mindestens 18 Monate laufen. Die Finanzierung setzt sich aus Mitteln der evm, aus Bundesfördermitteln für das Smart-Parking-Projekt und einem Förderanteil der Thüga Innovationsplattform zusammen. Umgesetzt wird ferner ein Reallabor bei der badenova AG & Co KG in Freiburg. Hier rückt die stärkere digitale Verknüpfung der Smart City mit dem ländlichen Raum in den Fokus – eine Herausforderung, die viele weitere Kommunen der Thüga Innovationsplattform betrifft.

 

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