Leserbriefe

Staatspreis für Ineffizienz?

17. November 2010, 11:02 Uhr | Heinz Arnold

Induktives Laden von Autos? Dieses Konzept stieß eher auf Skepsis. »Staatspreis für Ineffizienz?«, fragte ein Leser provokativ. Wasserstoff ist immer noch ein heißes Thema. Ein Leser meint, dass ein vernünftiges Wasserstoffkonzept durchführbar wäre, vermutet aber, dass der politische Eigennutz dagegen steht.

Staatspreis für Ineffizienz?

Frage: Wer bitte berät Minister Zeil bei der Vergabe von Staatspreisen? Das induktive Energieübertragungs- und Ladekonzept für Elektromobile wurde bereits von der Zeitschrift HOBBY in den 60er Jahren ausführlich behandelt. Damals war Energieverschwendung kein Kosten-, Resourcen- oder Umwelt-Thema.

Wenn die EU-Kommission demnächst sogar meine induktiv aufladbare elektrische Zahnbürste wegen miserabler Energieeffizienz verbieten will, dann kann sie doch wohl kaum ein solches Ladekonzept für Elektromobile zulassen.

Jede noch so ausgeklügelte induktive Energieübertragung ist bekanntermaßen mit erheblichen Effizienzverlusten behaftet, worüber sich die MOVItrans-Unterlagen auf der SEWeurodrive-Website aber tunlichst ausschweigen. Übrigens ist dort auch nicht von einem 20-cm- sondern nur von einem 20-mm-Luftspalt zu lesen. Vielleicht sollte noch mal jemand mit dem Transrapid-Konzept oder dem Wankel-Motor antreten. Der hätte bei der Jury sicher auch noch gute Chancen auf einen Staatspreis. Die Laudatio für SEWeurodrives würde ich mir gern noch mal zu Gemüte führen.

Hans W. Diesing
hanswdiesing@aol.de


  1. Staatspreis für Ineffizienz?
  2. Induktiv laden – nur während der Fahrt sinnvoll
  3. Lieber erst mal kleine Geräte induktiv laden
  4. Machen wir die Erde mit Wasserstoff zum Mars?
  5. Gefahrlose Wasserstoffspeicherung gegen politischen Eigennutz
  6. Fragen zu Wasserstoff
  7. Reproduktionsfähigkeit regenerativer Energien