Energiekosten kontrollieren, reduzieren, budgetieren und kalkulieren

Transparenz spürt Energieverschwendung auf

08. Juni 2010, 14:37 Uhr   |  Heinz Arnold

Transparenz spürt Energieverschwendung auf

Mit dem intelligenten Energie-Controlling System (iEC) ermöglicht es Econ Solutions, Kosten erst gar nicht entstehen zu lassen. Das System lässt sich in die bereits bestehende Infrastruktur des Unternehmens integrieren und liefert strukturierte Daten und Visualisierungen, die Einsparpotenziale aufzeigen. So kann der Anwender vorausschauend handeln und steuern.

Kontinuierliches Energie-Management in Unternehmen führt laut Studien von McKinsey und der Fraunhofer-Gesellschaft zu Energie-, Emissions- und Kosteneinsparungen von bis zu 25 Prozent. Um es den Anwendern möglichst einfach zu machen, ein transparentes Energie-Management aufzubauen, hat Econ Solutions – eine in diesem Jahr gegründete, hundertprozentige Tochter von Polyrack – das intelligente Energie-Controlling-System (iEC-System) auf dem Markt gebracht, das unabhängig von der darunter liegenden Infrastruktur arbeitet. Die Anwender erhalten ein einheitliches Format der Darstellung, und sie müssen nicht mit verschiedenen Systemen für beispielsweise Gas, Wasser, Strom und Fernwärme arbeiten. Über die zielgerichtete Aufbereitung und klare Visualisierung können die Anwender die Einsparpotenziale erkennen. Das System von Econ Solutions besteht aus vier Hardware-Komponenten:

  1. Der Econ Serv, ein industrietauglicher Server, speichert die Verbrauchsdaten, die die Econ-Units sammeln. Er speichert alle Konfigurationsdaten und lässt sich über die webbasierte Oberfläche leicht einrichten. Der Betrieb als virtuelle Maschine ist möglich (virtuelle Appliance für VMware).
  2. Die zweite Hardware-Komponente ist die econ unit. Sie fungiert als Zwischenspeicher für die Verbrauchsdaten und ist mit unterschiedlichen Schnittstellen ausgestattet. Es lassen sich bis zu vier Econ-Sensoren anschließen sowie acht Zähler und Sensoren mit S0-Schnittstelle (DIN43864). Außerdem können bis zu vier Sensoren über standardisierte Strom- und Spannungsschnittstellen angeschlossen werden. Über ein Display lassen sich Funktionen und Status überwachen. Die Econ-Unit kommuniziert über IP-Protokoll, enthält bis zu 2 GByte Zwischenspeicher und ist für die Montage auf der Hutschiene ausgelegt. Die Konfiguration erfolgt über die Econ app.
  3. Als drittes Element im System bietet Econ eigene Sensoren, econ sens, zur detaillierten Messung des Stromverbrauchs an, die ebenfalls für die Montage auf der Hutschiene vorgesehen sind. Die Messung von Stromverbrauchern erfolgt im direkten oder indirektem Verfahren über Messwandler. Damit kann das System zeitgenau Schein-, Wirk- und Blindleistung je Phase angeben. Der Anschluss der Sensoren econ sens an econ unit erfolgt mit dem SensBus über eine Entfernung bis 100 m.
  4. Das vierte Element ist der Touchpanel, Econ view, der die Messdaten visualisiert.

Das Herz des ganzen Systems bildet die Konfigurations- und Auswerte-Software, kurz econ app. Die intuitive Benutzeroberfläche erlaubt den einfachen und schnellen Einstieg ins System. Es können beliebige Browser verwendet werden, von jedem PC mit Zugriffsberechtigung auf das System können die Anwender konfigurieren, auswerten und analysieren. Es lassen sich benutzerspezifische Profile mit Rechte- und Zugriffsmanagement einrichten, um die Funktionen und Daten zielgruppengerecht darstellen zu können. »Weil wir auf die bestehende Infrastruktur zurückgreifen und bestehende Zähler und Sensoren über die offenen Schnittstellen anschließen können, lassen sich Installations- und Betriebskosten gering halten«, sagt Stephan Niggemann, Geschäftsführer von Econ Solutions. Allerdings sei es schwierig, konkrete Zahlen zu nennen, weil es immer darauf ankomme, wie viele Zähler bereits vorhanden sind und was genau gemessen werden soll. Im eigenen Unternehmen in Straubenhardt installiert, hätten sich die Anfangskosten bereits nach sechs Monaten amortisiert. Weil das System von Econ skalierbar ist, kann der Anwender erst einmal klein beginnen und testen, um das System dann schrittweise auszubauen.

Dass das iEC-System von Econ Solutions in der Praxis funktioniert, zeigen die bereits sieben Installationen, die das Unternehmen durchgeführt hat. Sie erstrecken sich von der Kunststoffindustrie über Schulen bis zu einem Fußballstadion.

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