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Trianel zeigt produktiven Einsatz der Smart Meter Infrastruktur

26. Februar 2015, 13:39 Uhr | Hagen Lang
© TRIANEL

Passend zur Veröffentlichung der Eckpunkte des Bundeswirtschaftsministeriums zeigte Tim Karnhof, Leiter Smart Metering beim internationalen Stadtwerkebündnis Trianel, dass Smart Metering mehr ermöglicht, als automatisierte Abrechnungen. Seine Daten eröffnen in der Beschaffung neue Vorteile.

Was kann man eigentlich mit Smart Metern alles anstellen? Intensiv beschäftigt sich Tim Karnhof, Leiter Smart Metering bei Trianel mit dieser Frage. Als ein Vorreiter beim Smart Meter Rollout kann das Stadtwerkenetzwerk darauf kompetente Antworten liefern. Mit 21 Partnerstadtwerken hat es bereits über 3.000 Messsysteme installiert, deren Daten in der Trianel Smart-Metering-Plattform zusammenfließen.

Pünktlich zum Eckpunktepapier des Bundeswirtschaftsministeriums über Smart Metering lud Trianel auf der E-world energy & water zur Präsentation produktiver Einsatzmöglichkeiten von Smart Metern. Die sind dringend gesucht, denn die alten Finanzierungsmodelle der Messstellenbetreiber sind mit dem Eckpunktepapier Makulatur. Nicht mehr geben soll es den in der Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler von Ernst&Young noch vorgesehenen »Systembeitrag« zur Finanzierung.


Höchstens 20 Euro pro Jahr sollen Messstellenbetreiber für Einbau und Betrieb intelligenter Zähler berechnen dürfen, intelligente Messsysteme sollen jährlich nicht mehr als 100 Euro kosten. Die gegenwärtig noch gültige Pflicht des Energiewirtschaftsgesetzes, bei Neubauten und Großmodernisierungen intelligente Zähler einzubauen, wird ebenfalls gekippt.


Weil das BMWi-Papier vom generellen Rollout abrückt, Spötter sprachen in Essen vom »Einschleichen« der Smart Meter, und sich kostensenkende Skaleneffekte bei den Herstellern damit nicht wie erwartet einstellen, könnten einigen Messstellenbetreibern die Argumente für einen Rollout ausgehen. Dies voraussehend, insinuiert das BMWi-Papier, Messstellenbetreiber könnten den Rollout auch über ein Ausschreibungsverfahren an Dritte auslagern. Genaueres soll die Rollout-Verordnung definieren.

Die bereits installierten Trianel-Systeme kommen in unterschiedlichen Funktionen zum Einsatz, sowohl zur  Messung und Steuerung von EE-Anlagen als auch der Tarifentwicklung auf Basis der Verbrauchsdaten von Kunden. Monitoring von EE-Anlagen und BHKW beherrscht die Trianel-Plattform ebenfalls. 2017 liegt aus Perspektive der Messstellenbetreiber und Energieversorger gar nicht mehr so weit in der Zukunft. »Umso wichtiger ist es, sich schon heute mit den Möglichkeiten von Smart Metering zu beschäftigen und sich nicht von der Regulierung treiben zu lassen«, so Tim Karnhof.

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