Übertragungsnetzbetreiber

EEG-Umlage 2016 beträgt 6,354 Cent pro Kilowattstunde

15. Oktober 2015, 11:40 Uhr   |  Hagen Lang

EEG-Umlage 2016 beträgt 6,354 Cent pro Kilowattstunde
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Die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben die Prognose der erwarteten EE-Einspeisung 2016 und die daraus resultierende EEG-Umlage veröffentlicht. Ferner veröffentlichten sie die Mittelfristprognose bis 2020.

Der Preis der von Letztverbrauchern für jede bezogene kWh zu entrichtende EEG-Umlage beträgt 2016 6,345 Cent. Sie dient zur Förderung der erneuerbaren Energien im Stromsektor. Im Vergleich zum Vorjahr (6,17 Cent/kWh) steigt die EEG-Umlage um 3 Prozent.

Die EEG-Umlage wurde von den Übertragungsnetzbetreibern 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW im Auftrag des Gesetzgebers auf Basis von Prognosen unabhängiger Gutachter ermittelt. Danach ergibt sich für 2016 ein Umlagebetrag von 22,88 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Vergütungen an Anlagenbetreiber abzüglich des Gegenwertes durch Börsenerlöse sowie der Berücksichtigung des EEG-Kontostandes und der Liquiditätsreserve.

Für das Jahr 2016 wird weiter eine ansteigende Erzeugung an elektrischer Energie aus regenerativen Anlagen prognostiziert. Der Anstieg von über 15 Terawattstunden (von etwa 161 Terawattstunden (TWh) 2015 auf etwa 176 TWh 2016) stammt vor allem von den Energieträgern Wind an Land, Wind auf See und Biomasse. Abzüglich der prognostizierten Börsenerlöse, die sich hauptsächlich aufgrund des sinkenden Börsenpreises im Vergleich zum Vorjahr um 14% vermindert haben, ergeben sich für das Jahr 2016 prognostizierte Kosten (im Wesentlichen Vergütungen an Anlagenbetreiber abzüglich Gegenwert durch Börsenerlöse) in Höhe von etwa 23,1 Milliarden Euro.

Dies entspricht in der EEG-Umlage 2016 einem Anteil von etwa 6,4 Cent pro kWh. Davon entfallen etwa 2,6 Cent pro kWh auf Photovoltaik, etwa 1,7 Cent pro kWh auf Biomasse, etwa 2,0 Cent pro kWh auf Wind (an Land und auf See). Die vorhandene Liquiditätsreserve (das »EEG-Konto«) zum Ausgleich von Abweichungen der tatsächlichen Einspeisungen von den Vorhersagen, ist derzeit mit 2,5 Milliarden Euro im Plus und entlastet jede kWh um rechnerisch 0,7 Cent.

Für das Jahr 2020 wird eine installierte Leistung erneuerbarer Energiequellen von knapp 117 Gigawatt (GW) erwartet, wovon ca. 92 % auf Solar- und Windenergie (Solar über 47 GW und Wind über 60 GW) entfallen. Die prognostizierte Jahresarbeit liegt für das Jahr 2020 bei über 217 TWh. Ein Viertel der EE (51 TWh) erhalten die feste Einspeisevergütung nach §§ 37-38 EEG (12,2 Milliarden Euro). 162 TWh werden aus Anlagen der geförderten Direktvermarktung stammen, die mit ca. 17,4 Milliarden Euro Prämienzahlungen gefördert werden. 0,3 TWh werden 2020 für weitere Formen der Direktvermarktung prognostiziert sowie 3,9 TWh selbstverbrauchter PV-Strom.

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