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Studie Rentabilität private PV-Anlagen: PV: Größe bringt Rendite - Speicher und Smart Meter bremsen

Größer ist besser - und möglichst ohne Smart Meter und Energiespeicher: Dann ist die Rendite von PV-Anlagen am größten, so eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Berlin. Bei kleinen Anlagen sei die Wirtschaftlichkeit sogar schon durch den Einbau von Smart Metern gefährdet.

Laborprozesse sollen durch digitale Druckverfahren ersetzt werden, die sich für die industrielle Produktion eignen. Bildquelle: © VioNetta | Shutterstock.com

Smart Meter sind der Rendete privater PV-Anlagen laut Studie sehr abträglich, übertroffen nur noch von Batteriespeichern.

»Mehr hilft mehr«, so Thomas Wennmacher, Experte für Finanzierungsmodelle in der Energiewende bei der Verbraucherzentrale NRW, die die Studie in Auftrag gab. Für neue 10-kW-Anlagen weist die Studie unter aktuellen Bedingungen Renditen von 2,8 bis 4,7 Prozent aus – bezogen auf drei definierte Szenarien mit unterschiedlichen Haushaltsstromverbräuchen.

Auch das Überschreiten der magischen 10-kW-Grenze stellt sich als wirtschaftlich dar – trotz dann anfallender anteiliger EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom, allerdings sollten Größen zwischen 10 und 12 kW vermieden werden: »Wer die zehn kW überschreitet, sollte es beherzt tun«, so Wennmacher. Auch der von vielen Netzbetreibern schon ab 8 kW verlangte Erzeugungszähler verursache eine Delle im Anstieg der prozentualen Rendite.

»Wir haben uns dafür von der üblichen Vorgehensweise verabschiedet, alle Betriebskosten als prozentualen Anteil an der Investition zu bemessen. Das entspricht einfach nicht der Realität«, erklärt Wennmacher. So gebe es einige Faktoren wie Modulreinigung, Inspektion und Wartung, die tendenziell größenunabhängig seien. Das Gleiche gelte für Installationsaufwand wie das Aufstellen des Gerüsts und den Anschluss der Anlage an das Hausstromnetz. Rechne man hier realistisch, wachse nicht nur der absolute Gewinn mit der Anlagenleistung, sondern bis 8 kW auch die prozentuale Rendite.

Erhebliche Einbußen verursachen der Studie zufolge Smart Meter, insbesondere bei kleinen Anlagen, die nur wenig zur Deckung des Haushaltsstromverbrauchs beisteuern. »Die Zusatzkosten für einen intelligenten Zähler können eine wirtschaftlich laufende PV-Anlage im schlimmsten Fall zum Verlustgeschäft machen«, so Wennmacher. Einen echten Nutzen sieht er bei den intelligenten Messsysteme nicht. 

Auch von Batteriespeichern rät er ab. »Batteriespeicher sind wichtig für die Energiewende, und wer sie kauft, geht mit gutem Beispiel voran«, betont Wennmacher. »Ein realistischer Blick vor allem auf die Lebensdauer der Batterien zeigt aber, dass sie finanziell noch Minusbringer sind.« Während der 20 Vergütungsjahre der PV-Anlage sei nach 10 bis 15 Jahren wahrscheinlich ein Austausch des Speichers nötig – die Gesamtinvestition werde also höher als der einmalige Kaufpreis. Diese Kosten mache der mithilfe des Speichers erhöhte Eigenverbrauch in aller Regel nicht wett.