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Blitz- und Überspannungsschutz für PV-Anlagen: Raycap bereitet Fertigung in Deutschland vor

Mit der Mitte März erfolgten Gründung der Raycap-Deutschland-Niederlassung in Garching bei München verstärkt das Unternehmen seine Präsenz auf dem für ihn besonders wichtigen deutschen Industriemarkt.

Carsten Wagener, Raycap Bildquelle: © Raycap

Carsten Wagener, Raycap: »Wir sehen gute Chancen, mit unseren Blitz- und Überspannungsschutzmodulen für PV- und Windkraftanlagen den Umsatz im Bereich erneuerbarer Energien in den kommenden fünf Jahren zu verdoppeln.«

»Mit der Verlegung der Hauptverwaltung unseres Geschäftsbereichs »Electrical Protection Systems« nach Deutschland verfolgen wir vor allem das Ziel eines besseren Supports unserer weltweiten Kunden, die in Deutschland und anderen westeuropäischen Märkten tätig sind«, erläutert Carsten Wagener, Vice President, Head of Industrial Business, bei Raycap Electrical Protection Systems, diesen Schritt.

»Wir wollen das Ohr am deutschen Markt haben, um hier auf Basis eines intensiven Dialogs mit unseren Kunden die für ihre Bedürfnisse jeweils maßgeschneiderte Lösung bieten zu können«, begründet Wagener noch einmal die Entscheidung, selbst in direkter Form mit einer Niederlassung  auf dem deutschen Markt aktiv zu werden. Welche Bedeutung dieser Schritt für das Unternehmen hat, lässt sich auch daran ablesen, dass hier eine Produktionsstätte errichtet wird, in der die Assemblierung der Schutzgeräte und eine Kundenanpassung der Produkte erfolgen soll. Läuft alles nach Plan, dürfte mit der Produktion in Garching wohl noch im Spätsommer dieses Jahres begonnen werden.

Die nötigen Investitionen in den deutschen Standort zum Ausbau des Produktions- und Entwicklungsnetzwerks des Unternehmens sind nach Darstellung von Wagener bereits auf den Weg gebracht. Traditionell vor allem aus dem Schutz von Telekom-Anlagen kommend, hat sich das 1987 in Griechenland gegründete Unternehmen, das weltweit rund 300 Mitarbeiter beschäftigt, in den letzten Jahren immer stärker auch dem Einsatzbereich der regenerativen Energieerzeugung zugewandt. Wagener sieht in diesem Anwendungsfeld unabhängig von aktuellen Strukturproblemen des deutschen PV-Marktes »für die Zukunft gute Chancen, unseren Umsatz im Bereich erneuerbarer Energien in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln«.

Eine der Besonderheiten der von Raycap im Jahr 2000 entwickelten und erfolgreich patentierten Strikesorb-Technologie besteht, wie Wagener erläutert, darin, »dass Strikesorb auch einer Serie von aufeinander folgenden Stromimpulsen stadhält, wie etwa multiplen Blitzen«. Raycaps jüngste Strikesorb-Entwicklung, die »Strikesorb 35 Module«, wird das Unternehmen im Juni auf der Intersolar vorstellen. Sie sind speziell für den Schutz der Gleichstromkreise in PV-Systemen mit einer Betriebsspannung von bis zu 1500 V konzipiert.

Im Fall eines Blitzeinschlags leiten die wartungsfreien Strikesorb-Module den Blitzstrom kanalisiert zur Erde ab und schützen somit nicht nur die sensible Elektronik des Wechselrichters, sondern die gesamte Anlage. »Strikesorb 35« erfüllt damit alle Anforderungen der neuen Normen für DC-Überspannungsschutzgeräte in PV-Systemen prEN50539-11 und die UL 1449 3rd Edition.

Wagener verweist darauf, dass bislang weltweit über 10.000 Windturbinen in Europa, Amerika und China durch Raycap-Technologie geschützt werden. Hinzu kommen in Europa und Nordamerika noch einmal über 6000 PV-Wechselrichter in PV-Analgen. Auf Blitz- und Überspannungsschutz von Raycap setzen daneben auch die Radarsysteme der U.S. Federal Aviation Administration und tausende von Ölplattformen auf der ganzen Welt.

Intersolar Europe 2013, Halle B4, Stand 255