April mit PV-Stromrekord

BDEW fordert Fortsetzung der Solarförderung

30. April 2020, 15:07 Uhr   |  Hagen Lang

BDEW fordert Fortsetzung der Solarförderung
© BDEW/ZSW

Monatliche Solarstromproduktion 2019 und 2020

Den April mit der bislang größten Solar-Stromproduktion (6,9 Mrd. kWh) sowie das baldige Erreichen des sogenannten 52-Gigawatt-Deckels für die Photovoltaik und das damit absehbare Ende der Förderung für PV-Neuprojekte nimmt der BDEW zum Anlass, auf die Fortsetzung der Solarstromförderung zu drängen.

Photovoltaik-Anlagen haben im April rund 6,9 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom erzeugt – so viel wie noch nie in einem Monat April. Nur im Juni 2019 erzeugten Solaranlagen in Deutschland mit knapp 7,1 Mrd. kWh noch mehr Strom. Das zeigen vorläufige Zahlen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Im April des vergangenen Jahres lag die Erzeugung nur bei 5,6 Mrd. kWh. Selbst im Hochsommermonat Juli 2019 waren es lediglich 6,3 Mrd. kWh.  

Die PV-Kapazitäten in Deutschland Ende vergangenen Jahres beliefen sich auf 49.125 MW, nicht mehr weit entfernt vom 52 GWh-Deckel, nach dessen Erreichen die Förderung für kleine und mittlere Solarstromanlagen unter 750 kW ausläuft. „Voraussetzung für den weiterhin erfolgreichen Ausbau der Solarenergie in Deutschland ist, dass der 52-GW-Deckel nun endlich abgeschafft wird. Gerade mit Blick auf die aufziehende Wirtschaftskrise braucht es kurzfristig wirksame industriepolitische Impulse“, sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und  Wasserwirtschaft e. V. (BDEW).  

„Wir werden bis 2030 jedes Jahr mindestens sechs Gigawatt, besser zehn Gigawatt Photovoltaikleistung angesichts von steigendem Strombedarf durch Sektorenkopplung installieren müssen, um das 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung erreichen zu können“, erklärte in diesem Zusammenhang Prof. Dr. Michael Powalla, Vorstandsmitglied des ZSW.

„Es ist daher mehr als unverständlich, dass die bereits im Herbst 2019 im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung beschlossene Abschaffung des 52-GW-Deckels nicht Teil des vom Bundeswirtschaftsministerium am 27. April vorgelegten Entwurfs zur EEG-Novelle ist.“

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

The smarter E Europe 2020 abgesagt
Erfolgreichstes Quartal der Firmengeschichte
Power-to-Gas-Anlage arbeitet erfolgreich

Verwandte Artikel

BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft , Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)