Branchenbarometer

Solarwirtschaft darf sich auf ein gutes Jahr 2022 freuen

Parkplatz-PV-Anlage
Die neue Bundesregierung will die Solarstromleistung in Deutschland bis 2030 deutlich ausbauen - wovon die Solarbranche profitiert.
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Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft blickt die Solarbranche zuversichtlich ins Jahr 2022. Dazu tragen unter anderem auch die Klimaschutz-Pläne der Bundesregierung bei. Allerdings fordert der Verband, diese Pläne »schneller und beherzter« umzusetzen.

Der Absatz von Solarmodulen legte 2021 gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent zu. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr etwa 240.000 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 5,3 Gigawatt neu installiert, so die vorläufige Bilanz des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW)

Zum Vergleich: 2020 wurden der Bundesnetzagentur 184.000 Photovoltaik-Systeme mit einer Gesamtleistung von 4,8 Gigawatt neu gemeldet. Rund zehn Prozent des heimischen Stromverbrauchs werden inzwischen aus Photovoltaikanlagen gedeckt.

Nach den Klimaschutz-Vorhaben der Ampel-Koalition soll die jährlich neu installierte Photovoltaik-Leistung zeitnah verdreifacht werden. Aus dem jüngsten BSW-Branchenbarometer – einer repräsentativen Befragung von über 100 Solarunternehmern – geht hervor, dass die Regierungspläne die Solarbranche positiv ins neue Jahr blicken lassen. 

Während die Nachfrage nach Solarstromanlagen im Eigenheimsektor und bei ebenerdig errichteten Solarparks im vergangenen Jahr kräftig anzog, ging die neu installierte Photovoltaik-Leistung bei Gewerbedächern teils deutlich zurück. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig appelliert deshalb an die neue Bundesregierung, noch vor Ostern ihr Klimaschutz-Sofortprogramm umzusetzen. Die Ampel-Koalition hatte ein solches im Koalitionsvertrag für das Jahr 2022 angekündigt. 

Im Fall von Verzögerungen könne sich aufgrund eines erheblichen Reformstaus das Investitionsklima in der Solarbranche schnell eintrüben, warnt Körnig. Die monatliche Absenkung von Marktprämien und eine Fülle unverhältnismäßiger bürokratischer Auflagen dämpfe die Investitionsbereitschaft zunehmend. Ein schnelles und beherztes politisches Handeln sei auch vor dem Hintergrund pandemiebedingter längerer Lieferzeiten unbedingt erforderlich. 

Die neue Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die in Deutschland installierte Solarstromleistung bis 2030 von derzeit rund 59 Gigawatt auf 200 Gigawatt auszubauen und künftig alle geeigneten Dachflächen für die Solarenergie-Erzeugung zu nutzen. 

»Dieses Ziel lässt sich erreichen, wenn der Solarturbo jetzt gezündet und Energiewende-Barrieren eingerissen werden. Bei schnellem Handeln wird die Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode erste Früchte ihrer Arbeit ernten können, da die Planungsvorläufe bei Solarkraftwerken im Gegensatz zu anderen Kraftwerksneubauten vergleichsweise kurz sind. Unsere Klimaschutz-Branche steht bereit«, versichert Körnig.


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Bundesverband Solarwirtschaft e. V. - BSW